Donnerstag, 7. September 2017

[Karls Rezension] "Das Lied der Hugenotten" Deana Zinßmeister

"Auf historischen Ereignissen beruhender historien Schmöker"

Wenn um den Glauben gekämpft wird, kann nur die Liebe gewinnen.

Paris 1572. In der blutigen Bartholomäusnacht muss der Hugenottenjunge Pierre miterleben, wie sein Zuhause ausgelöscht wird. Sein Vater flüchtet mit ihm und der kleinen Schwester Magali in die Provinz Touraine. Um in Frieden leben zu können, passen sie sich dem katholischen Dorf an. Jahre später ahnen selbst Pierre und Magali nicht, dass sie einmal Hugenotten waren. Doch eines Tages erfährt Pierre durch einen Zufall die Wahrheit und seine Erinnerung kehrt zurück – mit schrecklichen Folgen 
Deana Zinßmeister widmet sich seit einigen Jahren ganz dem Schreiben historischer Romane. Bei ihren Recherchen wird sie von führenden Fachleuten unterstützt, und für ihren Bestseller »Das Hexenmal« ist sie sogar den Fluchtweg ihrer Protagonisten selbst abgewandert. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Saarland.
Die Nacht vom 23. auf den 24. August 1572 ist als die Bartholomäusnacht  in die Geschichte Frankreich eingegangen. Eine Nacht unvorstellbarer Grausamkeiten gegen die damaligen Protestanten, auch Hugenotten genannt. Dieses Ereignis ist auch der Ausgangspunkt des neuen Roman von Deana Zinßmeister. Der Glasmacher Jacon wird wie alele anderen von den Ereignissen überrollt und muss aus Paris fliehen. Sein Wunsch nach La Rochell zu kommen wird im durch die Krankheit seiner erst ein paar Tage alten Tochter verwehrt. Er lebt fortan unter Christen und lebt seinen Glauben nicht öffentlich aus. Jahre später holen ihn die Ereignisse aber wieder ein und Jacon muss um das Leben seiner Familie fürchten. Neben dem Erzählstrang um Jacon kommt noch das Schicksal Olivers hinzu. Oliver und seine Schwester müssen seit dem Tod ihrer Mutter bei Verwandten unterkommen, doch die verhalten sich Oliver gegenüber ziemlich Sadistisch
Das Buch ist einfach zu lesen. Die Autorin ist bekannt für ihre guten Recherche zu historischen Themen. So werden dem Leser Einblicke in das Leben der Hugenotten gegeben,  ohne dass der Leser davon erdrückt wird bez. das Ganze zu langatmig wird
Deanna Zinßmeister versteht es sehr gut den Charakteren Leben einzuhauchen. Man fühlt als Leser mit. Insbesondere das Schicksal von Olivers geht einem sehr nahe.
Ganz besonders hat mir gefallen, dass Deana  Zinßmeister zwar die Geschichte um Jacon erzählt, aber sich dabei kein Urteil erlaubt. Sie bleibt bei dem christlich /protestantischen Krieg neutral. Denn auch die Hugenotten stehen in Grausamkeit dem Christen nahe .Das Buch ist ein schöner, lesenswerter Roman, der alles hat was man sich um einen Historienroman wünschen kann. Egal ob Figuren oder Ereignisse,  die Autorin versteht es sehr gut, genau so viel zu erzählen,  das der Leser genug weiß um der Geschichte zu folgen, ohne dass dabei Längen aufkommen.
Ich vergebe eine Leseempfehlung und volle fünf von fünf Leseratten.



Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Random House
©Karl Donatz September  2017

Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    hm, dieser Autorin kenne ich schon mal ihre Romanreihe um die Pest...Pestzeichen, Pestdorf usw.
    Toll fand ich wie sie die Stimmung um diese Krankheit und alles was damit im Zusammengehang steht oder stand eingefangen hat.

    Allen einen guten Start ins Wochenende.

    LG..Karin..

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  2. Gallo und guten Tag,

    so einfach mal ein paar nette Grüße zur Wochenmitte.
    Wettermäßig könnte es besserer werden oder?

    LG..Karin...

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