Freitag, 3. März 2017

[Karls Rezension] °Tag Vier° Sarah Lotz

"Ungewöhnlicher Katastrophen Thriller mit merkwürdigem  Ende."

Drei Tage im Paradies, aber am vierten bricht die Hölle los.

Am vierten Tag einer Kreuzfahrt durch den Golf von Mexiko hält das betagte Schiff „Beautiful Dreamer” plötzlich und unerwartet an. Die Maschinen lassen sich nicht wieder starten, es gibt keinen Strom, keinen Funkempfang, und weder Passagiere noch Crew-Mitglieder können Rettung anfordern. Als die Situation sich verschlimmert und das Essen sich dem Ende neigt, beginnt die Besatzung unruhig zu werden. Und dann wird noch die Leiche einer jungen Frau in ihrer Kabine entdeckt, Panik bricht aus. An Bord hält sich ein Mörder auf – aber das ist noch nicht alles: Merkwürdige Dinge geschehen, und bald wünschten alle, es wäre nur ein Mörder, der unter ihnen ist.
Sarah Lotz ist Drehbuch- und Romanautorin und lebt mit ihrer Familie und diversen Tieren in Kapstadt, Südafrika. www.sarahlotz.com
Alles läuft gut auf der Kreuzfahrt durch die Karibik, bis zum vierten Tag, als plötzlich die Motoren ausgehen und das Kreuzfahrtschiff, mit über 2900 Menschen an Bord, zum Stehen kommt. Während der Kapitän noch von einem kurzen Zwischenfall redet, beginnt für die Schiffbesatzung eine schwer Zeit. Die Passagiere werden immer ungehaltener. Als auch an den nächsten Tagen kein Weiterkommen in Sicht.st, spitz sich die Situation zu. Handys, Funk alles funktioniert nicht und Hilfe ist auch nicht in Sicht. Als die Passagiere erfahren, dass es auf dem Schiff einen Mordfall gibt, bricht Panik aus.
Das Buch hat einen außergewöhnlichen Schreibstil. Der erste Teil beschäftigt sich mit den Vorgängen auf dem Schiff, das wird aus unterschiedlichem Blickwinkel erzählt. Der zweite Teil erzählt die Geschichte in Form von Zeitungsberichten, während im dritten Teil einige Personen durch eine unbekannte Behörde verhört werden, der Epilog hat, so scheint es, nichts mit den ersten Teilen zu tun.
Die Darstellung der Ereignisse wird sowohl aus Sicht der Passagiere als auch aus der Sicht der Besatzung erzählt. Mit Letzteren ist es auch möglich, einen Bezug herzustellen. Man fühlt mit, unter welchen Druck diese stehen. Ein Bezug zu den Passagieren ist kaum möglich, dafür erfährt der Leser zu wenig über diese.
Das Buch ist recht ungewöhnlich, zu nächst einmal mal drei unterschiedliche Erzählweisen. Am Ende eines jeden Teils bleibt der Leser mit vielen Fragen zurück. Auch der Epilog liest sich seltsam, als wenn er nicht zum Buch gehört. Sicherlich werden sich einige Leser am Ende fragen, ob sie das Buch verstanden haben. An einigen Stellen nimmt das Buch Bezug auf das erste Buch der Autorin "Drei", auch diese endetet ungewöhnlich und ließ Fragen offen. Vielleicht bleibt den Leser die Hoffnung, dass ein weiteres Buch erscheint, in den dann alles aufgeklärt wird. Das Buch ist an sich recht gut gemacht, es ist spannend und durch den Erzählstil hebt es sich von den meisten Büchern ab. Auf jeden Fall bleibt das Buch hängen. Bleibt zu hoffen wie, und ob es weitergeht, weil dieses nicht ersichtlich ist, gebe ich dem Buch 3,5 Leseratten. Sollte es noch weiter gehen und die Fragen, die man hat, beantwortet werden, hätte es auch 4 oder 5 Leseratten verdient. So aber muss man gespannt sein, was nun und ob überhaupt etwas kommt, von einer Autorin, die durchaus viel Talent besitzt.
Ich vergebe wie gesagt, 3,5 von 5 Leseratten.



Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Randomhouse

©Karl Donatz März 2017

1 Kommentar:

  1. Hast Du denn "die Drei" auch vorher gelesen?
    Es stimmt schon, dass es Bezug darauf nimmt,daher war ich ganz froh, dass ich "Die Drei" vorher schon kannte.
    Ich mag den Schreibstil von Sarah Lotz sehr und empfinde ich als sehr fesselnd.
    Mir gefällt diese Atmosphäre sehr die ihre Geschichten vermitteln und hoffe das bald schon ein neues von ihr erscheint. :)
    Liebe Grüße
    Ela

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