Dienstag, 20. Dezember 2016

[Rezension] "Sierra-Der rote Pfaden des Lebens" Francine Rivers

"Eine sehr bewegende und emotionale Geschichte. Die Autorin versteht es den Leser zu fesseln."

Sierra hat alles: einen liebevollen Ehemann, süße Kinder, ein hübsches Haus. Doch alles ändert sich, als ihr Mann einen neuen Job in Los Angeles annimmt und die Familie umziehen muss - aus der geliebten Kleinstadt in die kalifornische Metropole, weit weg von Freunden und Familie ...

Sierras einziger Trost sind die alten Tagebücher ihrer Vorfahrin Mary Katherine, die mit einem Wagentreck nach Westen kam. Langsam beginnt Sierra zu begreifen, dass keine Situation so hoffnungslos ist, dass Gott sie nicht verändern könnte.
Francine Rivers war bereits eine Bestsellerautorin, als sie sich dem christlichen Glauben ihrer Kindheit wieder zuwandte. Anschließend schrieb sie im Jahr 1986 ihr bekanntestes Buch, "Die Liebe ist stark", dem noch rund 20 weitere Romane folgten. Sie lebt mit ihrem Mann in Nordkalifornien.
Wie immer hat mich die Autorin auch mit diesem Buch in ihren Bann gezogen. Francine Rivers hat hier eine sehr emotionale und tiefsinnige Geschichte erzählt. Sie nimmt einen mit auf einen langen Weg voller Gefühle. Wir erleben mit der Protagonistin viele Herausforderungen, die sie versucht zu meistern. Sie heiratet ihre Jugendliebe und lebt zuerst in einer heilen Welt, die ihr mehr und mehr zu entgleiten droht. Der berufliche Aufstieg ihres einst liebevollen Mannes steigt diesem zu Kopf und Sierra und die Kinder müssen immer mehr zurückstecken. Sierra kann es Alex nie recht machen, egal was sie macht, er ist unzufrieden damit und die beiden leben sich immer weiter auseinander. Doch Sierra gibt nicht auf und kämpft sich an die Oberfläche zurück. Dabei findet sie in den alten Tagebüchern ihrer Vorfahrin Mary Katherine vielen neuen Mut, um ihr Leben wieder selbst in den Griff zubekommen. Die Autorin hat hier zwei wahnsinnig gute Handlungsstränge miteinander verwoben, und erzeugt beim Leser viele Emotionen. Eine spannende und emotionale Geschichte, die von Liebe, Hoffnung, Mut und von einem Neuanfang erzählt.
Francine Rivers hat einen tollen, sehr feinfühligen und leicht zu lesenden Schreibstil. Sie nimmt einen regelrecht mit zu den Schauplätzen so, dass man diese förmlich vor Augen hat. Ihre Bücher zu lesen ist wirklich leicht, auch wenn es teilweise schwere Kost ist, die dem Leser hier geboten wird.
Ich mochte die Protagonistin Sierra sehr gerne und hab sie schnell in mein Herz gelassen. Auch Mary Katherines Geschichte fand ich sehr emotional und streckenweise auch sehr düster. Alle Charaktere waren wie aus dem Leben gegriffen. Sie hatten Fehler und Macken aber auch sehr liebenswürdige Seiten. Die Autorin schafft es wirklich so zu schreiben, dass man denkt, man würde die Personen wirklich kennen.
Wieder mal hat mich Francine Rivers mit ihrer Geschichte überwältigt. Als Leserin durchlebt man hier eine Berg und Talfahrt der Gefühle. Man fiebert mit den Protagonistinnen mit. Selbst wenn man das Buch aus der Hand gelegt hat, hat es in einem weiter gebrodelt und ich habe oftmals gedacht, wie mag es wohl weiter gehen. Ich selber habe Taschentücher benötigt, weil mich das Buch teilweise an eigene Verluste erinnert hat. 
Ich vergebe für dieses grandiose Buch wieder volle fünf von fünf Leseratten mit einem dicken PLUS dahinter und eine absolute Leseempfehlung.
Vielleicht als kleiner Geschenktipp zu Weihachten?



Danke an den Gerth Medien Verlag für das Rezensionsexemplar

Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Gerth Medien

©Petra Donatz Dezember 2016 



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