Samstag, 12. November 2016

[Rezension] "Miss You" Kate Eberlen

"Leider etwas langatmig und ohne Spannungsbogen, der den Leser fesselt."

Was, wenn du deine große Liebe immer ganz knapp verpasst?

Eine Sekunde lang treffen sich ihre Blicke, doch bevor sie sich anlächeln oder ein paar Worte wechseln können, ist der Moment schon wieder vorbei. Von da an beginnt für Tess und Gus eine Reise, die sich Leben nennt. Große und kleine Augenblicke warten auf sie, Kummer und Freude. Doch beide ahnen, dass sie Wege gehen, die nicht glücklich machen. Weil ihnen das Entscheidende fehlt. Was sie nicht wissen: Tess und Gus sind perfekt füreinander, und obwohl sie sich längst begegnet sind, haben sie es nicht bemerkt. Wann ist der alles entscheidende Moment für die große Liebe endlich da?
Kate Eberlen wuchs in einer Kleinstadt in der Nähe von London auf und verbrachte ihre Kindheit damit, zu lesen und sich in fremde Welten zu träumen. Nach ihrem Studium der klassischen Philologie hatte sie mehrere Jobs in der Verlags- und Medienbranche. Heute lehrt sie Englisch als Fremdsprache und verbringt so viel Zeit wie möglich in ihrem Sehnsuchtsland Italien. Kate Eberlen ist verheiratet und hat einen Sohn.
Ich hab das Buch von Random House zur Verfügung gestellt bekommen, was mich sehr gefreut hat. Der Klappentext las sich außergewöhnlich gut und hat mich sofort gefesselt. Mal eine etwa andere "Liebesgeschichte" habe ich gedacht. Das Buch handelt von Tess und Gus, zwei jungen Menschen, deren Leben von einem schweren Schicksalsschlag überschattet wurde. Sie begegnen sich an wenigen stellen des Buches und man fiebert dem Moment entgegen, das sie sich endlich gegenseitig wahrnehmen. Aber Pustekuchen, der größte Teil des Buches wird das Leben der beiden getrennt voneinander beschrieben. Wie sie leben, was ihren Alttag nach den Schicksalsschlägen prägt und was ihnen wichtig ist. Es ist ein wenig Teenagergeplänkel, ein wenig Möchtegern Liebesgeschichte, aber mehr leider auch nicht. Ich hatte stellenweise Mitleid mit den beiden, aber das war auch schon alles was an Gefühlen bei mir hoch kam.
Das Buch ist in einem leicht zu lesenden Schreibstil geschrieben, aber vermittelt auch eine düstere und bedrohliche Stimmung. Ich persönlich konnte aber nicht so wirklich warm damit werden, da mir irgendwie der Spannungsbogen gefehlt hat. Meiner Meinung nach ist das Buch mit 576 Seiten viel zu umfangreich. 150- 200 Seiten weniger hätten völlig ausgereicht.
Ich persönlich konnte keine Beziehung zu den Charakteren aufbauen. Sie konnten mich nicht wirklich fesseln. Tess und Gus taten mir teilweise sehr leid, aber das war es auch schon an Gefühlen, die bei mir hochkamen. Im Großen und Ganzen kann man sagen, die Charaktere bleiben mit teilweise, trotz der hohen Seitenzahl, fremd.
Eine schöne Geschichte für zwischendurch, der meiner Meinung nach ein paar Seiten weniger gut getan hätte. Ich habe einen Spannungsbogen vermisst, der mich am Buch festbeißen ließ.
So kann ich nur sagen, dass das Buch stellenweise sehr langatmig rüber kam und die Charaktere bleiben mir trotz der Seitenzahl fremd.
Ich kann leider nur 2,5 von 5 Leseratten vergeben.


Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Diana Verlag

©Petra Donatz November 2016



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