Montag, 21. November 2016

[Karls Rezension] "Die Nacht in dir" Christa Bernuth


"Ein Triebtäter auf Mörderjagd."


!!! ACHTUNG !!!
DA ES SUCH UM EINEN ZWEITEN BAND EINER REIHE HANDELT SPOILER GEFAHR

»Ich bin der, der niemand sein will. Ich bin das, wovor sich alle fürchten.«

Die dunkle Vergangenheit hat Lukas Salfeld wieder eingeholt. Der verurteilte frühere Mörder hat Familie und Job verloren und führt ein einsames und minutiös überwachtes Leben. Regelmäßig muss er sich bei der Polizei und seinem Therapeuten melden. Nur Kommissarin Sina Rastegar glaubt an ihn und vor allem an seine besondere Gabe, sich in die Seele eines Triebtäters hineinversetzen zu können. Über Lukas hofft sie nicht nur dessen Sohn Leander, einen international gesuchten Serienmörder, zu finden, sondern sie bittet ihn auch um Hilfe bei der Aufklärung eines mysteriösen Todesfalls in einem Nobelinternat. Eine verhängnisvolle und höchst gefährliche Entscheidung.

Christa Bernuth arbeitete nach dem Studium an der Deutschen Journalistenschule in München viele Jahre als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und Magazine. Ihre Kriminalromane wurden in mehrere Sprachen übersetzt und drei davon verfilmt. Christa Bernuth lebt mit ihrem Mann in München.
Der Tod eines Internatsschülers sieht für die Polizei zunächst wie ein.tragischer Selbstmord aus. Kommissarin Sina Rastegar hat aber ihre Zweifel, da sie aber mit ihrer Vermutung im Kommissariat auf taube Ohren stößt, muss sie selber ermitteln. Dabei greift sie zu einem ungewöhnlichen Mittel, sie bittet den Triebtäter Lukas Salfeld um Hilfe. Salfeld lebt unter neuer Identität abgeschieden im Ort. Vor vielen Jahren, noch als Teenager,  hat er seine Freundin umgebracht. Nach dem er seine Strafe abgesessen hat, versucht er ein.eues Leben zu beginnen, doch die Vergangenheit holt ihn wieder ein. Als Sina Rastegar Lukas bittet undercover im Internat zu ermitteln.willigt er ein. Doch bald gibt es einen weiteren Toten und alles deute auf Lukas.
Das Buch ist etwas anspruchsvoller geschrieben aber dennoch gut verständlich. Ein wenig Aufmerksamkeit ist von Nöten, da die Geschichte in verschiedenen  Zeiten erzählt wird. Das Buch ist die Fortsetzung von „ Das falsche in mir", Anders als bei manchen Krimi oder Thriller Reihen sollte der Leser den ersten Teil vorher Lesen, die Geschichte ist zwar Stimmig, aber an einigen Stellen nimmt das Buch Bezug auf den ersten Teil und als Leser hatte ich mehrmals das Gefühl etwas verpasst zu haben .
Die Autorin Christa Bernuth hat bei der Erzählung aus der Sicht von Lukas Salfeld sehr gut die Gefühlswelt eines Triebtäters beschrieben. Auch wie das Leben eines Treibtäters sich gestaltet, überwacht von der Polizei, ausgegrenzt von den Mitmenschen, das kommt sehr gut rüber.
Das Buch ist mehr als nur ein Thriller, denn die Darstellung des Lukas Salfeld gibt dem Leser Einblicke in ein Leben, von dem die meisten Menschen sich distanzieren. Darüber schafft es die Autorin einen sehr verschachtelten Roman zu schreiben, der dem Leser ständig neue Wendungen präsentiert und der sich in vielen Punkten z.B Schreibstil, Ende von anderen Trillern absetzt. Ich habe inzwischen auch den ersten Teil gelesen. Es würde mich sehr freuen, wenn es weiter Teile geben würde, Potenzial ist sicherlich vorhanden. Beide Teile sind für mich das Beste, was ich an Thrillern seit langen gelesen habe. Ich habe es für den Leserpreis 2016 auf Lovelybooks nominiert. Ich vergebe volle fünf von fünf Leseratten mit einem dicken Plus dahinter und einer absoluten Leseempfehlung.



Bild und Textmaterial Quelle dtv Verlah und Amazon

©Karl Donatz November 

1 Kommentar:

  1. Huhu Karl,

    mich würde brennend interessieren was in dem Nest liegt....irgendwie erkennt man das so richtig gar nicht oder?

    Schönen Montag...LG..Karin...

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