Montag, 10. Oktober 2016

[Rezension] "Scherbenkind" Britt Reißmann


"Solider Kriminalroman, leider für mich sehr vorhersehbar."

Abgründig und beklemmend: Hochspannung aus Stuttgart

Stuttgart: Der anonyme Anruf eines Kindes geht beim Polizeipräsidium ein. So kommt Hauptkommissarin Verena Sander auf die Spur einer jungen Frau, durch die sie den Toten aus einem ungelösten Mordfall identifizieren kann. Doch das Verhalten dieser Frau kommt Verena merkwürdig vor. Und das Kind, von dem der Anruf kam, scheint wie vom Erdboden verschluckt. Dann gibt es eine neue Leiche, die Fälle scheinen zusammenzuhängen. Verena muss unbedingt das Kind finden. Und kommt einer an die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft stoßenden Tragödie auf die Spur.
Britt Reißmann war Intarsienschneiderin und Sängerin. Seit 1999 arbeitet sie bei der Mordkommission Stuttgart, eine Erfahung, die auch in ihre Krimis einfließt. Für ihren Roman Der Traum vom Tod wurde sie mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet.Scherbenkind ist ihr zweiter Krimi im Diana Verlag. Britt Reißmann lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.
Nach langer Zeit hatte ich mal wieder Lust auf einen Kriminalroman und so entschied ich mich für Scherbenkind. Worum es genau geht, könnt ihr im Klappentext lesen. 
Der Einstieg in den Roman begann schon mit einem spannenden und vielversprechenden Prolog. Leider hatte ich aber schon nach wenigen Seiten eine Vorahnung, die später leider bestätigt wurde. Britt Reißmann hat hier einen guten Ermittlerroman hervorgebracht, der spannend ist und sich mit dem Thema der Persönlichkeitsspaltung befasst, was die Autorin meiner Meinung nach gut recherchiert hat. Zudem führt die Autorin uns ein wenig in die Musik/Rocker Szene ein, was das Buch etwas aufgelockert hat.
Man bekommt als Leser einen guten Einblick in die Ermittlungen der Kriminalpolizei und wie Verena und ihre Kollegen es mehr oder weniger gut schaffen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Für mich ein solider, durchschnittlich guter Krimi,
Das Buch ist leicht zu lesen. Zu Anfang hatte ich ein wenig Probleme mit den vielen Namen und diese richtig zu zuordnen. Dennoch ein guter, flüssig lesbarer Roman mit tolle Wendungen und hochaktuellen Themen
Die Charaktere in dem Roman waren gut dargestellt und sehr authentisch. So richtig für einen bestimmten begeistern konnte ich mich aber nicht. Was sicherlich am Genre Krimi liegt, welches ich nicht so oft lese. Trotzdem passten die Charaktere gut in die Handlung hinein. Vielleicht fehlt mir einfach das Wissen aus dem ersten Band "Blutopfer", um mir die Charaktere  noch besser vorstellen zu können.
Für mich, die selten Krimis liest, ein guter, solider und gut recherchierter Krimi. So richtig packen konnte es mich aber dennoch nicht, was nicht am Buch, sondern an meinen Lesegewohnheiten lag.
Britt Reißmann hat sich an ein schwieriges Thema gewagt und dieses gut eingearbeitet. Von Schizophrenie, über Missbrauch bis hin zum Mord ist alles vorhanden.
Ich gebe dem Buch eine gute durchschnittliche Bewertung mit 3,5 von fünf 5  Leseratten und eine Empfehlung für alle Leser, die gerne deutsche Ermittlungthriller lesen.




Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Diana Verlag

©Petra Donatz Oktober 2016


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