Montag, 26. September 2016

[Rezension] "Die Hüterin der Geschichten""Lisa Wingate

"Sehr emotionale Geschichte auf zwei Zeitebenen."



Jen Gibbs hat es geschafft: Sie hat sicdh aus einer kärglichen Kindheit in den Blue Ridge Mountains hochgearbeitet und ist nun Lektorin in einem renommierten Verlagshaus in New York. Eines Tages findet sie ein altes Manuskript auf ihrem Schreibtisch. Unweigerlich zieht sie die faszinierende, mysteriöse Liebesgeschichte um Sarra und Randolph, die sich am Ende des 19. Jahrhunderts in den Appalachen begegnen, in ihren Bann. Doch die Suche nach dem anonymen Autor führt Jen ausgerechnet an die Orte, die sie eigentlich zu vergessen versuchte ...

Eine geheimnisvolle Liebes- und Familiengeschichte auf zwei 
Zeitebenen.
Lisa Wingate arbeitet als Journalistin, Kolumnistin, Rednerin und Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Texas.

Zu Beginn der Geschichte lernen wir die Lektorin Jen Gibbs kennen, die für ein großes Verlagshaus arbeitet. Schnell merkt man, dass Jen nicht gut auf ihre Vergangenheit zu sprechen ist und sie etwas vor dem Leser verheimlicht, was schon mal ein sehr guter Start in die Geschichte war, denn der Leser wird sofort neugierig gemacht. 

Als Jen eines Tages ein geheimnisvolles Manuskript auf ihrem Schreibtisch vorfindet, welches die Liebesgeschichte von Sarra und Randolph, beinhaltet, die sich am Ende des 19. Jahrhunderts in den Appalachen begegnen, führt diese Jen wieder in die Blue Rich Mountains zurück und somit in Jens eigene Vergangenheit.

Die Story ist ansprechend, mitreißend und sehr emotional erzählt. Man ist aufs Jens Vergangenheit sehr gespannt. Hier bringt die Autorin viele Themen ein z.b. die Lebensweise von Jens Verwandtschaft, die man schon fast als religiöse Sekte bezeichnen könnte und die eine gewisse Ähnlichkeit mit den Amischen aufweist oder die Thematik des Rassenhasses und der Klassenunterschiede, wie die von Sarra und Randolf.

Das Buch handelt in zwei Zeitebenen, die gut auseinanderzuhalten sind. Die Autorin hat einen schönen, leicht zu lesenden Schreibstil. Sie bringt mit ihren Worten viele Emotionen rüber und macht diese dem Leser zugänglich. Ein tolles Leseerlebnis.
Es gibt neben Jen, die ich sehr mochte, noch viele weitere Charaktere, die ich sehr gemocht habe, neben Evan, bei dem es etwas gedauert hat, bis ich mit ihm warm wurde, konnte mich Oma Vicky und deren Enkelin Hannah sofort begeistern, natürlich auch der pupsende Chihuahua Freitag *lach*
Lisa Wingate hat ihren Charakteren viel Tiefe und Authentizität verliehen und somit das Leserherz erobert.
Ein toller Roman, der auf zwei völlig unterschiedlichen Zeitebenen handelt, die sich doch sehr ähnlich sind. 
Lisa Wingate spricht viele Themen an, wie der Glaube an Gott, Familienzusammenhalt und die einzig wahre Liebe. Das Buch wurde nie langweilig und ich habe es regelrecht gesuchtet. 
Einmal angefangen zieht einen die Geschichte um Jen und Evan in der Gegenwart und auch die um Sarra und Randolf in der Vergangenheit, inihren Bann. 
Ein Buch, das ich nur weiter empfehlen kann.
Ich vergebe volle fünf von fünf Leseratten und eine absolute Leseempfehlung.




Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Francke Verlag

©Petra Doantz September 2016

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