Freitag, 26. August 2016

[Rezension] "Stolz und Vorurteil und Zombies" Jane Austen, Seth Grahame-Smith

"Langweilig, brutal, einfach nicht meins.."


Der gut aussehende Mr. Darcy und ihre eigenen widersprüchlichen Gefühle sind diesmal nur die geringsten Probleme, mit denen sich Elizabeth Bennet herumschlagen muss. Denn aus London ergießt sich eine Horde von Untoten über das Land, und Lizzie sieht sich plötzlich vor eine Entscheidung gestellt: entweder ein Leben zusammen mit Mr. Darcy oder Tod den Zombies. Oder doch beides?

Die Autoren

Jane Austen (1775-1817) wurde in Steventon, Hampshire, geboren und wuchs im elterlichen Pfarrhaus auf. Nach Meinung ihres Bruders führte sie «ein ereignisloses Leben». Sie heiratete nie. Ihre literarische Welt war die des englischen Landadels, deren wohl kaschierte Abgründe sie mit feiner Ironie und Satire entlarvte. Psychologisches Feingefühl und eine lebendige Sprache machen ihre scheinbar konventionellen Liebesgeschichten zu einer spannenden Lektüre. Vor einigen Jahren wurde Jane Austen auch vom Kino wiederentdeckt: «Sinn und Sinnlichkeit» mit Emma Thompson und Kate Winslet gewann 1996 den Golden Globe als bester Film des Jahres und den Oscar für das beste Drehbuch; «Stolz und Vorurteil» mit Keira Kneightley war 2006 für vier Oscars nominiert.

Seth Grahame-Smith wurde 1976 in New York geboren und wuchs in Connecticut auf. Er studierte Filmwissenschaften in Boston und arbeitet als Drehbuchautor und Filmproduzent. Nebenbei schreibt er Bücher und stürmt regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten. Der Autor lebt mit seiner Familie in Los Angeles.
Ich bin vollkommen uneingenommen an das Buch heran getreten und kann leider keinen Vergleich zum Original ziehen (ja Schande über mein Haupt, ich höre zu den Leserinnen, die noch kein Buch von Jane Austen gelesen habe). Zudem sprach mich der Filmtrailer wirklich an und schien ganz nach meinem Geschmack zu sein. 

Ich fand die Handlung sehr flach. Es geht hauptsächlich um brutale Kämpfe zwischen den Menschen und Zombies und viel weniger um die Liebesgeschichte zwischen Lizzy und Mr. Darcy. 
Ich hatte gehofft, das sich Zombie Elemente und Liebesroman gut miteinender verbinden lassen und wurde eines besseren belehrt. 

Ich habe mich echt richtig gelangweilt und mehr und mehr die Lust am weiterlesen verloren. Ich habe schon einige Adaptionen gelesen, die mir um Längen besser gefallen haben.

Wie gesagt kenne ich den Schreibstil von Jane Austen nicht, aber hier war es schon zu spüren, das sie sich sehr gewählt und gebildet ausdrückt. Eigentlich ist es einfach zu lesen. Dennoch zieht sich die Geschichte teilweise wie Kaugummi und ist so brutal geschrieben, wie ich es für die damalige Zeit fast unmöglich gehalten hätte. Landschaft und Umgebungen sind hier nicht bildhaft dargestellt und stehen eher im Hintergrund.
 Die Vorliebe der  Bennet Töchter ist die Kampfkunst gegen die Untoten und stehen im Mittelpunkt. Die anderen Charaktere sind eher unscheinbar und für mich nicht schön ausgearbeitet.
Mutter Bennet war teilweise sehr anstrengend und nervend, denn sie will ihre  Töchter um jeden Preis gut unter die Haube bringen. Die Liebesgeschichte zwischen Lizzy und Mr. Darcy konnte mich nicht mitreißen, es fehlte echt ein wenig an Romantik.
Da ich wie schon gesagt keinen Vergleich zum Original ziehen kann, muss ich das Buch als eigenständigen Roman beurteilen. Dieser schneidet bei mir aber schlecht ab, denn weder die Zombie Elemente, noch die Liebesgeschichte konnte mich so richtig packen. Ich habe schon lange nicht mehr so ein langweiliges Buch gelesen. Mir fehlte zudem die Spannung. Da die Geschichte aber einiges an Potenzial aufweißt, vergebe ich gerade noch zwei von fünf Leseratten. Eigentlich würde ich mit weniger liebäugeln, aber ich vergebe eine Leseratte nur bei Büchern, die ich abgebrochen habe und hier habe ich mich bis zum Ende  tapfer durchgehalten.


Bild und Textmaterial Quelle Amazon, Lovelybooks und Heyne Verlag

©Petra Donatz August 2016


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