Samstag, 20. August 2016

[Rezension] " Eine Feder für den Lord" Kate Breslin

"Viel Potenzial, dass  leider  nicht umgesetzt wurde."



England im 1. Weltkrieg: Auf einem glamourösen Maskenball begegnen sich der Earl Jack Benningham und die reiche Frauenrechtlerin Grace Mabry. Der Anlass: Grace will Kriegsdienstverweigerer öffentlich an den Pranger stellen, indem sie ihnen eine weiße Feder überreicht - das Symbol der Feigheit. Und Jack ist einer der Unglücklichen. Gegen jede Vernunft fühlen sie sich zueinander hingezogen. Doch noch ahnen beide nicht, dass ihre Wege sich noch einmal kreuzen werden und ihre zarte Zuneigung auf eine harte Probe gestellt wird. Denn Jack ist nicht nur der gutaussehende Lebemann, für den er sichausgibt. Er arbeitet verdeckt für den militärischen Geheimdienst. Und eine heiße Spur führt direkt
in Graces unmittelbares Umfeld.Jane Eyre trifft Downton Abbey! Ein Muss für alle Romantik-Fans.

http://www.scm-haenssler.de/fileadmin/mediafiles/scm_shopproduct/PDF/395704000_Leseprobe.pdf
http://www.scm-haenssler.de/produkt/titel/eine-feder-fuer-den-lord/201802/201802/201802.html
 Kate Breslin stammt aus Florida und lebt mit ihrem Mann in Seattle. Sie ist die Autorin zahlloser Reise-Reportagen, preisgekrönter Lyrik und romantischer Romane. Sie hat lange als Buchhändlerin gearbeitet und reist in ihrer Freizeit - immer aus der Suche nach einer Idee für eine neue Geschichte.
Das Cover des Buches hat mich angesprochen. Als ich dann noch den Klappentext gelesen habe wurde mir klar, das Buch muss ich lesen. Die Liebesgeschichte in diesem Roman hat mich ein wenig an das Märchen Die schöne und das Biest erinnert, junge Frau soll für entstellten Mann arbeiten und verliebt sich in ihn. Die Handlung führt den Leser nach London, mitten in den Wirren des Zweiten Weltkrieges. Man erfährt viel über die Frauenbewegungen der damaligen Zeit, denn die Protagonistin schließt sich einer Frauenbewegung an, die auf dem Land Futter und Heu für die Pferde der Soldaten sorgen sollen. Grace, die Hauptcharaktere ist sehr emanzipiert und ist durch und durch eine Patriotin, die damals als Suffragetten bezeichnet wurden. Grace  wird als Chauffeurin von  dem Mann angestellt, dem sie auf einem Londoner Ball eine weiße Feder der Feigheit überreicht hat. Natürlich bahnt sich schnell etwas zwischen ihnen an, dennoch fehlte mir hier absolut die Romantik. Die  Handlung ist meiner Meinung nach sehr voraussehbar, was dem ganzen die Spannung geraubt hat. Wie schon oben erwähnt, hat die Autorin hier eine Geschichte mit viel Potenzial geschrieben, das leider nicht ausgeschöpft wurde.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Kate Breslin beschreibt alles sehr bildhaft, so dass man die Umgebung förmlich vor Augen hat. Leider fehlte  mir das Aufbauen einer gewissen Spannung zum Ende der Kapitel, was mich manchmal daran gehindert hat weiter zu lesen.
Das Buch dreht sich am meisten über die Charaktere Grace und Jack und deren Geheimnisse. Diese beiden wurden sehr gut beleuchtet und man konnte sie sich sehr gut vorstellen. Ihre Handlungen waren relativ authentisch. Alle anderen Charaktere kamen mir jedoch etwas zu kurz.
Eine interessante Geschichte, die mich ein wenig an die schöne und das Biest erinnert hat. Leider kam mir die Spannung und die Romantik etwas zu kurz, was bei mir fast ein Muss ist.
Dennoch bekommt man einen guten Einblick in das Leben der Frauen im Weltkrieg und was sie alles geleistet haben. Ich vergebe gute drei von fünf Leseratten.




 Bild und Textmaterial Quelle Amazon und SCM Hänssler

©Petra Donatz

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