Donnerstag, 21. Juli 2016

[ Karls Rezension] "Spiel der Zeit" Jeffrey Archer

"Enttäuschender Auftakt einer Familiensaga ……"


Die Schicksale zweier Familien. Eine verborgene Wahrheit. Das Ringen um Freundschaft und Liebe. England um 1930: Der junge Harry Clifton wächst an den Hafendocks von Bristol heran, seine Mutter Maisie muss sich mit harter Arbeit durchschlagen. Um den Tod von Harrys Vater, der angeblich im Krieg gefallen ist, rankt sich ein Geheimnis. Harrys Leben nimmt eine Wendung, als er das Stipendium für eine Eliteschule erhält. Er tritt ein in die Welt der Reichen und lernt Giles Barrington sowie dessen Schwester Emma kennen, Erben einer Schifffahrts- Dynastie. Harry verliebt sich in Emma, ohne zu ahnen, dass die Schicksale ihrer Familien auf tragische Weise miteinander verknüpft sind. 'Spiel der Zeit' ist der erste Band von Jeffrey Archers großem historischen Familienepos 'Die Clifton-Saga'.
Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug eine bewegte Politiker-Karriere ein, die bis 2003 andauerte. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller. Archer verfasste zahlreiche Bestseller und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches Familienepos Die Clifton-Saga stürmte die englischen und amerikanischen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheirat, hat zwei Söhne und lebt in London und Cambridge.
Der aus armen Verhältnissen stammende Harry Clifton bekommt die Chance auf eine Eliteschule zu gehen, was für ihn eine einmalige Chance ist aus seinem Leben mehr zu machen,  als das vorbestimmte Leben eines Hafenarbeiters.   Dieses ist für seine Mutter eine große Belastung,  denn sie muss trotz Stipendium vieles Bezahlen  und das Geld ist immer knapp.
Jefferey Archer wählt einen Schreibstil,  der auch für mich neu ist und der mir persönlich absolut nicht gefallen hat. Er erzählt die Geschichte zunächst aus Sicht von Harry Clifton, dann nochmal aus der Sicht von seiner Mutter sowie aus der Sicht  von anderen Charakteren. So  wird einiges immer wieder wiederholt, wie in einer Endlosschleife und die Spannung flaut dadurch total ab.
Die Charaktere werden gut und verständlich beschrieben, wirken aber teilweise  sehr blass. Ich konnte wenig mitfühlen und keine Sympathie aufbauen.  Solche Charaktere hat man Irgendwo schon einmal gesehen.
 
Ich nehme es vorweg, ich bin von dem Buch sehr enttäuscht. Ich hatte mich  so sehr auf die Serie gefreut, ein guter Autor, eine Sage die das 20.jahrundert abdeckt und dann sowas. Es ist eine reine Familiensaga, keinerlei bezugnehmend auf  historische Ereignisse (zumindest im ersten Teil). Die Saga wurde mir Ken Follett`s Jahrhundert Saga verglichen,  welch ein Frevel. Für Leser die reine Familien Sagas mögen,  mag die Serie vielleicht interessant sein aber für Leser,  die mehr erwarten als familiäre Intrigen,  ist die Serie eine Enttäuschung. Hinzu kommt der ungewöhnliche Erzählstil,  bei dem man alles immer wieder doppelt erfährt. Das Buch hätte mit der Hälfte der Seitenzahl auskommen können. Schade drum, aber ich kann leider nur zwei von fünf Leseratten geben und kann das Buch nicht empfehlen. Aber macht euch selber ein Bild, das ist immer das Beste.



Bild und Textmaterial Quelle Amazond Heyne Verlag

© Karl Donatz    Juli 2016

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