Freitag, 24. Juni 2016

[Rezension] " Das Geheimnis des Tanzmeisters" Julie Klassen

" Ein schönes Buch, leider dennoch ein paar Längen."

England, 1815: Der junge Tanzlehrer Alec Valcourt wagt einen Neuanfang und zieht ins beschauliche
Beaworthy. Doch dort gibt Lady Amelia den Ton an und hat jegliches Tanzen verboten. In Amelias
Tochter, der schönen und widerspenstigen Julia, findet Alec eine Verbündete. Julia fühlt sich von
dem eleganten Tanzmeister angezogen. Doch warum hat dieser London verlassen? Nach und nach treten
alte Geheimnisse ans Licht. Gelingt es Julia und Alec, Frieden mit der Vergangenheit zu schließen?

http://www.scm-haenssler.de/fileadmin/mediafiles/scm_shopproduct/PDF/395563000_Leseprobe.pdf
http://www.scm-haenssler.de/produkt/titel/das-geheimnis-des-tanzmeisters.html
 Julie Klassen arbeitet als Lektorin für Belletristik. Sie liebt die Welt von Jane Austen und alles, was damit zu tun hat. Geschichten schreibt sie schon seit ihrer Kindheit, mit "Die Lady von Milkweed Manor" gab sie ihr Roman-Debüt. Wenn sie nicht schreibt, reist Klassen gern, recherchiert, mag lange Wanderungen und kurze Nickerchen und einen Kaffee mit Freunden. Mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt sie in Minnesota (USA). 
Wieder einmal durfte ich ein Buch von einer meiner Lieblingsautorinnen lesen. Meine Messlatte bei den Romanen von Julie Klassen war bisher immer sehr hoch gehängt, da mich schon einige Romane von ihr begeistert haben. Hier muss ich sagen hatte ich so meine Problemchen. Das Buch braucht etwas bevor es in Fahrt kommt und leider sind auch ein paar Längen drinnen. Dennoch fand ich die
Handlung spannend.

Als Leser begleitet man den jungen Tanzlehrer Alec auf seinem Weg zu einem Neuanfang. Wegen privater Probleme verlässt er mit Schwester und Mutter London und zieht mit ihnen beim Onkel  im beschaulichen Beaworthy ein. Doch schnell erkennt Alec das er bei den meisten Bewohnern nicht gerne gesehen ist, denn hier ticken die Uhren anders und Tanzen ist strengstens verboten.
Als er sich dann auch noch in Julia verguckt, die Tochter der Frau, die in Beaworthy das Sagen hat und die einige gesellschaftliche Stufen über ihm steht, nimmt das Schicksal seinen Lauf. 

Julie Klassen hat dieses mal ihr Augenmerk auf das Tanzen gelegt.  Durch reale Zeitungsannoncen  und Zitate rund ums Tanzen, aus dem frühen 19.Jahrhundert, die zu Beginn jedes Kapitels stehen, wird der Leser in die damalige Zeit versetzt. Eine Lovestory, die natürlich einige Hindernisse überwinden muss, ist mit von der Partie. Zudem spielt der Glaube an Gott wieder eine Rolle in dem Buch. Als Leser bekommt man Einblicke in die Tänze der damaligen Epoche. Ein paar Beschreibungen der Tänze und der Umgebung weniger hätten es auch getan und hätte den Längen gut zu Gesicht gestanden. Julie Klassen greift wieder viele, unterschiedliche Themen auf, was mir gut gefallen hat, wie zb. Glaube, Hoffnung, die Klassenunterschiede zur damaligen Zeit, Verrat und natürlich spielen Geheimnisse eine große Rolle.
Wie immer schreibt Julie Klassen hervorragend. Ihr Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen, bis auf die wenigen Längen. Sie schafft es mit Worten den Leser in die damalige Epoche zu versetzen. Die Kapitel sind etwas länger. Die Annoncen zu Beginn jeden Kapitels fand ich toll.
Ich muss zugeben, dass ich nicht gerne oder nur selten  Romane lese, die einen männlichen Protagonisten haben, so wie das hier der Fall war. Dennoch mochte ich Alec sehr. Auch die anderen Charaktere sind sympathisch vor allem Alecs Schwester Aurora, Patience und Julia mochte ich sehr. Julie Klassen verleiht ihren Charakteren immer sehr viel Tiefe und lässt sie sehr authentisch rüberkommen.
Wieder ein gutes Buch aus der Feder von Julie Klassen. Dennoch habe ich  diesmal auch etwas zu kritisieren und zwar, dass es diesmal ein paar Längen gibt (zu viel rund ums Tanzen und viele Landschafbeschreibungen) aber dennoch war Spannung da und die Handlug hat mich gefesselt.
Ich vergebe hier vier von fünf Leseratten und eine Leseempfehlung für Julie Klassen Fans.



Bild und Textmaterial Quelle Amazon und SCM Hänssler

©Petra Donatz



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