Freitag, 3. Juni 2016

[Karls Rezension] "Anna und der Schwalbenmann" Garviel Savit

"Märchenhafter, verstörender Roman aus einer dunklen Zeit, doch absolut nichts für mich"

 Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann.
http://www.randomhouse.de/leseprobe/Anna-und-der-Schwalbenmann/leseprobe_9783570164044.pdf
http://www.randomhouse.de/Buch/Anna-und-der-Schwalbenmann/Gavriel-Savit/e474067.rhd#\|info
Gavriel Savit ist Autor und Schauspieler. Nach seinem Abschluss an der Universität von Michigan - als Musicaldarsteller - zog er nach New York, um dort seine Bühnenlaufbahn zu verfolgen. Als Schauspieler und Sänger ist Gavriel Savit inzwischen auf drei Kontinenten aufgetreten, von New York bis Brüssel und Tokyo. Er lebt in Brooklyn. "Anna und der Schwalbenmann" ist sein erster Roman.
Krakau / Polen 1939 :Die siebenjährige Anna verliehrt ihre Eltern. Noch nicht den Verlust überwunden schließt sie sich dem Schwalbenmann an. Mit diesen geheimnisvollen Fremden zieht Anna nun die nächsten Jahre durch das vom Krieg zerrüttete Polen. Eine Wanderung ums Überleben so wie  Hunger, Kälte, Einsamkeit und Angst bestimmen ab da  den Alltag von Anna.
Das Buch ist in einem sehr poetischen, geradezu merkwürdigen  Schreibstiel verfasst und  ist nicht  gerade einfach zu lesen, was manchen Lesern, so auch mir Probleme bereitet hat.  Die wenigen Gespräche zwischen Anna und dem Schwalbenmann sind mir ziemlich wirr vorgekommen.
Der ganze Roman  wird aus der Sicht von Anna erzählt.
Es ist schwer mit den Charakteren warm zu werden.. Während Anna für eine siebenjährige sehr erwachsen denkt, bleibt der Schwalbenmann bis zuletzt ein Geheimnis. Also große Sympathie kam leider nicht auf. Ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht.
Ich habe mich durch die knapp 270 Seiten der Geschichte gequält. Das Buch liest man nicht in einem durch, es soll zum  Nachdenken anregen, die Frage :“ was soll dem Leser das nun sagen“ steht ständig im Raum. Die eigentliche Geschichte wäre in drei Sätzen erzählt und ist eigentlich völlig belanglos.  Ich hatte mir hier ein Buch wie zb. "Das Tagebuch der Anne Frank" erhofft.
Das was Anna denkt, was sie sagt, die paar Gespräche mit dem Schwalbenmann, die für sich zum Teil recht konfus wirken, sind das, was das Buch ausmachen soll. Am Ende bleiben Fragen offen, bei mir u.a „was sollte das jetzt?  Bei mir hat das Buch leider nicht gezündet, ich musste mich steht’s zum weiterlesen zwingen. Das Buch wird mit der Bücherdiebin verglichen, da ich nun beide Bücher gelesen habe kann ich nur sagen,  dass das Buch der Roman um die Bücherdiebin in keinster Weise gerecht wird .
  Deshalb gibt es von mir nur knappe zwei von fünf Leseratten. Ich kann das Buch nicht wirklich weiterempfehlen.


An den  Verlag herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar

Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Randomhouse

©Karl

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