Samstag, 2. April 2016

[Rezension ] "Die Stimme meines Herzens" Jody Hedlund

" Wieder ein toller Roman, der Autorin"

Britische Kolonien, Massachusetts, 1763. Susanna ist die Tochter einer wohlhabenden Pfarrersfamilie, die in vornehmen Kreisen verkehrt. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und unterrichtet die Töchter armer Witwen. Doch ihr scharfer Verstand sehnt sich nach höherer Bildung, die ihr als Frau verwehrt blieb, und ihr Herz nach einem ebenbürtigen Gesprächspartner. Da wird ihr Benjamin vorgestellt, ein mittelloser Anwalt mit unkonventionellen Ansichten. Susanna gerät in höchste Gefahr, als sie seine heimlichen Aktivitäten gegen die britische Kolonialmacht unterstützt. Doch während die Vertrautheit zwischen ihnen wächst, scheint der Abgrund zwischen ihren Welten immer größer zu werden …
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Jody Hedlund lebt mit ihrem Mann, den sie als ihren größten Fan bezeichnet, in Michigan. Ihre 5 Kinder werden zu Hause unterrichtet. Die Zeit, die ihr neben dieser Tätigkeit noch bleibt, widmet sie dem Schreiben.
Die Geschichte handelt zur Zeit der Kolonialisierung Amerikas und der Unterdrückung durch die englische Krone, was auch eine große Rolle in diesem Buch einnimmt. Durch die beiden Hauptcharaktere,  Susanna und Benjamin erfährt man als Leser sehr gut wie die Zustände damals waren und wie die Kolonisten damals regelrecht von der englischen Krone unterdrückt und in ihren Handlungen beschnitten wurden. Hier hat Jody Hedlund wirklich gut recherchiert und dieses geschickt in die Handlung einfließen lassen, so das zum Schluss ein spannender, aber dennoch gefühlvoller Roman daraus geworden ist.

Natürlich darf in so einem Roman auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen, die auch sehr spannend war, weil die Protagonisten  Susanna und Ben einen schlechten Start hatten und sie nicht unterschiedlicher  hätten sein können.. Dabei haben doch beide etwas gemeinsam, denn sie setzten sich für die armen ein, was nicht immer auf legalem Wege geschieht und somit handeln sie sich  öfters mal große Probleme ein, die das ganze aber noch spannender gemacht hat.
Jody Hedlund schreibt sehr bildgewaltig, so das man die Schauplätze förmlich vor Augen hat. Ihr Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen. Ist man erstmals in die Geschichte eingetaucht, kann man das Buch nur schweren Herzens  aus der Hand legen. Sehr gut finde ich die gut recherchierten Hintergründe in ihren Romanen.
Ich liebe die Tiefe,  die die Autorin ihren Charakteren verleiht. Sie wirken authentisch und passen perfekt in ihre Rollen. Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme mit Susan warm zu werden, aber das hat sich nach einigen Seiten schnell geändert. Ben mochte ich wiederum von Anfang an sehr gerne. Bei ihm wusste man sofort woran man ist. Ich mochte die Entwicklung die  Susan in diesem Buch durchgemacht hat. Vom gut behüteten, eingebildetem  Töchterchen des Pfarrers, zu einer mutigen, taffen jungen Frau, die sich für die Armen einsetzt und die an ihrer Bildung arbeitet, was damals bei Frauen ein absolutes Tabu war.
 Ein toller, spannender Roman den man nur schwerlich aus der Hand legen konnte. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und die Geschichte Amerikas,  zu Zeiten der Kolonialherrschaft Englands, mit einfließen lassen. Die Charaktere haben Tiefe und waren sehr gut dargestellt, genauso wie die Schauplätze,  ich sag nur Kopfkino pur.
Ich vergebe hier fünf von fünf  Leseratten und eine absolute Leseempfehlung. 



Danke an den Francke Verlag für das Rezensionsexemplar

Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Francke Verlag

©Petra Donatz

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