Montag, 7. März 2016

[Rezension] "Die Frau des Teehändlers" Dinah Jefferies

"Eine packende Familiensaga "

Ceylon in den 1920er Jahren. Die junge Engländerin Gwen Hooper trifft mit ihrem frisch angetrauten Ehemann  Laurence in den familieneigenen Teeplantagen ein. Dort bezieht das Paar eine traumhafte Villa, und Gwen fühlt sich wie im Paradies. Doch warum verhält sich ihr eigentlich sehr liebevoller Ehemann so seltsam? Und warum macht er ein Geheimnis um seine erste Ehefrau? Als Gwen schließlich Zwillinge zur Welt bringt, wird sie mit einer entsetzlichen Wahrheit konfrontiert, die sie zu zerstören droht ...
https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/suche?q=Die+Frau+des+Teeh%C3%A4ndlers
http://www.bic-media.com/mobile/mobileWidget-jqm1.4.html?buyButton=no&showExtraShopButton=false&fullscreen=yes&isbn=9783431039290
 Dinah Jefferies wurde 1948 im malaiischen Malakka geboren. Acht Jahre später übersiedelte die Familie nach England. Dinah Jefferies studierte Theaterwissenschaft und Englische Literatur und arbeitete als Lehrerin, Fernsehmoderatorin und Künstlerin. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann in Gloucestershire. Die Frau des Teehändlers ist ihr zweiter Roman.
Dieses Buch ist der zweite Roman der Autorin und auch das zweite Buch, welches ich von ihr gelesen habe. Die Handlung ist von Anfang an sehr fesselnd und lässt die Seiten nur so dahinfliegen.
Dinah Jefferies hat hier eine farbenprächtige Familiensaga erschaffen, in der es um die große Liebe, um Rassenkonflikte und um ein schreckliches Geheimnis geht, das die Protagonistin schwer belastet. 

Man begleiten  in diesem Buch die sympathische Gwen, die Lawrence, einen Teeplantagenbesitzer heiratete und mit ihm auf seiner Teeplantage in Ceylon lebt. Aber es ist nicht, wie in vielen Romanen, eine Zwangsehe, sondern eine Ehe, die auf wahrer Liebe, von beiden Seiten beruht. Das große Glück wird jedoch etwas gedämpft, weil sich die Schwester von Laurence,Verity,  bei ihnen eingenistet hat und sie und Gwen sich nicht so wirklich ausstehen können. Als Gwen dann endlich schwanger wird, und sie Zwillinge bekommt, bricht eine Welt für sie zusammen, denn es kommt etwas ans Licht, was alles was sie sich aufgebaut hat, zu vernichten droht, auch die Liebe zu Laurence.

Hinzu kommen noch die Rassenkonflikte, die hier auch eine wichtige Rolle spielen.

All diese hat die Autorin vor einer atemberaubenden Kulisse stattfinden lassen, die dem Leser förmlich vor den Augen erscheint, wenn er in dieses Buch eintaucht.
Das Buch lässt sich leicht und sehr flüssig lesen. Die Autorin hat einen bildgewaltigen Schreibstil, bei dem man die Schauplätze regelrecht vor Augen hat. Das Buch wird aus der Sicht von Gwen erzählt.
Dinah Jefferies Charaktere sind sehr authentisch und real gestaltet. Sie werden einem Schnell zu Vertrauten. Besonders Gwen und Laurence waren mir schon nach wenigen Zeilen sympathisch. Auch die Charaktere, die keine großen Sympathieträger waren, waren dennoch sehr gut ausgearbeitet. Am liebsten mochte ich aber Gwen, weil man sie von vornherein mag und mit ihr liebt und leidet. Auch Laurence war ein sympathischer Charakter, der mir aber noch zu sehr an der Vergangenheit hängt und deswegen teilweise Probleme mit der Gegenwart hat. Alles in allen rundum gut ausgearbeitet, tiefgründige Charaktere.
Eine große Familiensaga die den Leser sofort in ihren Bann zieht. Das Buch hat mir durchweg sehr gut gefallen. Die Schauplätze waren einfach toll beschrieben, die Charaktere tiefgründig und sehr authentisch. Rundherum ein toller Roman der von mir fünf von fünf Leseratten bekommt und eine Leseempfehlung gibt es auch.




Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar
Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Bastei Lübbe
©Petra Donatz

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