Freitag, 25. März 2016

[Rezension] " Das dänische Mädchen" von David Ebershoff

 "Eine schöne Geschichte über eine außergewöhnliche Liebe."

Die wahre Geschichte einer unerhörten Liebe.

Kopenhagen 1925. Der dänische Landschaftsmaler Einar Wegener führt mit seiner Frau Greta, ebenfalls eine Malerin, ein bewegtes Künstlerleben und eine glückliche Ehe. Bis Greta ihren Mann bittet, in Frauenkleidern für sie Modell zu stehen: Einar verwandelt sich in „Lili“, und schon bald ist seine Rolle als Frau mehr als nur ein Spiel. Schließlich steht Greta vor der Frage, was man tut, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich ein ganz anderer ist.
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David Ebershoff wurde 1969 in Pasadena geboren und hat in Chicago studiert. Heute ist er als Programmleiter eines großen Verlagshauses in New York tätig und unterrichtet Creative Writing an der New York University und in Princeton. Sein erster Roman "Das dänische Mädchen" wurde mehrfach mit Preisen geehrt und hat Leser wie Kritiker in mehr als zwölf Ländern begeistert. Seine Kurzgeschichtensammlung "The Rose City" wurde von der Los Angeles Times als eines der besten Bücher 2001 ausgezeichnet. Die Familiensaga "Pasadena" ist David Ebershoffs drittes Buch.
Die Handlung hat mich sehr schnell in ihren Bann gezogen. Man begleitet als Leser das Maler  Ehepaar Greta und Einar Wegener auf  ihrem  gemeinsamen Weg, der wegen Einars beginnender Transsexualität immer steiniger wird. Das Buch ist angelegt an der wahren Geschichte der Lili Elbe, dass meiste ist aber fiktiv. 

An dem Tag, als Einar  für Gretas  weibliches Modell einspringt und sich das erste Mal in Frauenkleidern malen lässt, ändert sich  das Leben der beiden drastisch. Einars Transsexualität wird von diesem Tag immer deutlicher und Lilly wird sozusagen geboren. Einar und Lilly sind von da an wie zwei völlig unterschiedliche Personen, die sich einen Körper teilen. Lilly nimmt immer mehr Raum für sich in Anspruch und das Erscheinen von Einar wird immer seltener. Greta begleitet ihren Mann auf diesem steinigen Weg, egal ob als Lilly, die sich auch in andere Männer verliebt, oder als Einar, den sie eigentlich nicht aufgeben möchte.

 Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Ich habe mit Lilly, Einar und vorallem mit Greta mitgefiebert. Sie sind tolle Persönlichkeiten, die man als Leser schnell in sein Herz schließt.
Ich fand die Handlung sehr interessant. Es war mal etwas völlig neues am Bücherhimmel. Ich freue mich jetzt noch mehr auf den Film, der mit so tollen Schauspielern bestimmt sehr gut sein wird.
Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Obwohl der Autor David Ebershoff Amerikaner ist, hat das Buch eher einen nordischen, etwas kühleren Schreibstil, gerade am Anfang, als das Buch noch in Dänemark spielt.
Die drei Hauptcharaktere, Lilly, Greta und auch Einar, sind mir sehr schnell vertraut gewesen und ans Herz gewachsen. Man hat als Leser ständig im Kopf, das die Geschichte an einer wahren Begebenheit anlehnt. David Ebershoff hat den Charakteren Tiefe verliehen weshalb sie sehr authentisch waren.
Ein wirklich tolles Buch, mit  dem Tabuthema  Transsexualität, welches  selbst heute noch von vielen abgelehnt wird, leider. Die Geschichte kommt mit vielen Emotionen und authentischen Charakteren daher, welche man schnell ins Herz schließt. Ich vergebe für dieses tolle Buch fünf von fünf Leseratten und eine absolute  Leseempfehlung.





Danke an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar

Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Goldmann Verlag

©Petra Donatz


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