Mittwoch, 23. März 2016

[Karls Rezension] "Mörderische Pläne" Noah Fitz

"Gelungene Fortsetzung von Nicht ihre Schuld."

"Mörderische Pläne" Mitten in der Nacht bekommt der Psychologe Doktor Hornoff einen Telefonanruf. Er soll zu einem verlassenen Haus kommen, in dem eine Frauenleiche gefunden wurde. Kommissar Breuer möchte sich nur vergewissern, dass die tote Frau nach einer Auseinandersetzung von ihrem Ehepartner erschossen wurde. Alle bisherigen Indizien deuten auf einen heftigen Streit mit tödlichem Ausgang hin, denn unweit vom Tatort wird in derselben Nacht auch noch ein schwer verletzter Mann gefunden. Alles sieht nach einem tragischen Unfall aus, bis Johannes Hornoff auf eine Zeichnung stößt, die von einer kindlichen Hand zu stammen scheint. Doch von dem Kind fehlt jede Spur.
 Noah Fitz (Jahrgang 1978) hatte schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben und ein bekannter Autor zu werden. Im Laufe der Jahre sammelten sich bei ihm etliche Manuskripte an. Mit dem Selfpublishing bei Amazon öffnete sich für ihn eine Tür, um seinem Ziel näher zu kommen.
Mit dem Roman "Wladimir Romanow" gelang dem Autor der Durchbruch in die Top100 der Amazon-Liste. Kurz darauf folgte der Thriller "Kokon", der die Spitze der Charts erreichte.
"Nicht ihre Schuld", ein weiterer Thriller, und "Mischa", ein Roman, sind seine neusten Werke.
Ein Buch zu schreiben ist wie einen Film zu drehen, nur findet das Kino in den Köpfen der Leser statt und nicht auf der Leinwand; genau das ist am Schreiben so faszinierend für Noah Fitz.
Bei Fragen, Verbesserungsvorschlägen und Anregungen ist Noah Fitz unter noahfitz@gmx.de rund um die Uhr zu erreichen.
Eine tote Frau, ein Tatort der nach Ehedrama aussieht, ein schwerverletzter in nächster Nähe und ein verschwundenes Kind, alles passt nicht so richtig zusammen. Wer hat die Polizei verständigt? Kommissar Karl Breuer steht vor einem Rätsel.  Wieder einmal ist er auf die Hilfe von Johannes Hornoff angewiesen. Der Psychologe hat die Fähigkeit Zusammenhänge zu erkennen die für andere nicht sichtbar sind.
Das Buch wird aus der Sicht von Dr. Hornoff und dem  sich auf der Flucht befindenden Alexander erzählt. Das Buch ist leicht verständlich geschrieben. An einigen Stellen nimmt es Bezug auf den ersten Teil. Man muss den ersten Teil aber nicht  unbedingt vorher gelesen haben. Besonders auffällig ist die unterschiedliche Erdzählweise der beiden Hauptprotagonisten,  Hornoff und Alexander. Während der Erzählstiel von Hornoff eher einfach nüchtern ist, ist der von Alexander sehr einfühlsam und detailliert. Als Leser könnte man den Eindruck bekommen das zwei Autoren am Werk waren.
Da Noah Fitz auch das Privatleben der einzelnen Charaktere beschreibt, kann man sich gut in diese hineinversetzten. Alle haben ihre Probleme, und diese wirken sich auch auf ihre Arbeit aus. Die Charaktere wirken sehr authentisch. Der Leser kann sich gut in sie hineinversetzen, insbesondere der  sich auf der Flucht befindende Johann, kann einem sehr leid tun.
Das Buch ist eine gelungene Fortsetzung des ersten Teils. Das Buch hat alles was ein solider Thriller braucht und kommt ohne Action aus. Die Ermittlungen stellen reine Polizeiarbeit nach,  so wie es in der Wirklichkeit meist wohl auch ist. Dennoch ist das Buch sehr spannend. Die Schlüsse, die Hornoff aus seinen Beobachtungen zieht,  kamen im Gegensatz zum ersten Teil ein wenig zu kurz. Dennoch würden mich weitere Teile sehr freuen.  Durch die Einsichten,  in das Privatleben von Hornoff und Co, bekommt die Geschichte einen zusätzlichen Reiz und als Leser möchte man dann auch erfahren wie es weiter geht. Ein Vorschlag an den Autor wäre,  zu erfahren wie es mit dem Mädchen aus dem ersten Teil ( Nicht ihre Schuld)  eine Verwandte von Dr. Hornoff, weiter geht, was aus ihr geworden ist  und wie sie mit der Entführung klar kommt. 
Ich vergebe fünf von fünf Leseratten und eine absolute Leseempfehlung für alle Fans von gut gemachten, deutschen Thrillern.




Danke an den Autor Noah Fitz für das Rezensionsexemplar 

Bild und Textmaterial Quelle Amazon

©Karl Donatz

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