Dienstag, 9. Februar 2016

[Rezension] " Straße der Schatten" Jennifer Donnelly


"Die Story konnte mich leider nicht so packen und in ihren Bann ziehen, wie ich es von den anderen  Romanen der Autorin gewohnt bin."


Der neue Roman von Weltbestsellerautorin Jennifer Donnelly
1890, New York City. Für Josephine Montfort, die aus einer wohlhabenden New Yorker Handelsfamilie stammt, scheint das Leben vorgezeichnet: Nach der Schule eine arrangierte Ehe, Kinder und ein ruhiges, häusliches Leben. Aber Josephine hat andere Pläne: Sie möchte als Journalistin auf das Leben der weniger Privilegierten aufmerksam machen. Doch eine Familientragödie reißt sie jäh aus ihren Träumen – ihr Vater stirbt zu Hause durch seine eigene Waffe. Josephine glaubt nicht an einen Unfall und der attraktive Journalist   bestärkt sie in ihrem Verdacht. Zu zweit beginnen sie eine Spurensuche, die sie in die zwielichtigsten und gefährlichsten New Yorker Viertel führt – und setzen dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel …
http://www.piper.de/buecher/strasse-der-schatten-isbn-978-3-86612-398-4#detail-probe
Jennifer Donnelly wuchs im Staat New York auf. Mit ihrer »Rosentrilogie« begeisterte sie in Deutschland unzählige Leserinnen. Auch ihre Romane »Das Licht des Nordens« und »Das Blut der Lilie« wurden vielfach preisgekrönt und ernteten bei Presse und Lesern großen Beifall. Jennifer Donnelly, deren Familie aus Schottland stammt, lebt mit ihrem Mann und Sohn in Brooklyn.
Ich habe bereits alle anderen Romane der Autorin gelesen, man könnte sogar sagen, förmlich verschlungen. Besonders die >>Rosentrilogie<< hat mich wahnsinnig begeistert. Da es sich auch hier wieder um einen historischen Roman handelt, konnte ich nicht widerstehen. Leider musste ich aber recht bald feststellen, das es sich hier um einen historischen Kriminalroman handelt, was mich bisher noch nicht begeistern konnte. Als Leser wird man ins 19. Jahrhundert  nach New York entführt, was sehr atmosphärisch dargestellt wird. Man begleiten die 17. jährige Josephine Montfort auf ihrer Suche nach der Wahrheit über den Tod ihres geliebten Vaters. Schnell stellt sich heraus, dass es eventuell kein Selbstmord gewesen ist, sondern viel mehr dahinter steckt, als es den Anschein hat. Hilfe bekommt sie von dem netten Zeitungsreporter Eddie Gallagher., an den sie schnell ihr Herz verliert, denn eine Lovestory muss es natürlich auch geben. Die Handlung ist wirklich teilweise sehr spannend, leider gibt es aber auch Momente in denen ich mich zwingen musste am Ball zu bleiben, da es doch einige Längen gab und die Handlung leicht vorhersehbar war. Jennifer Donnelly bringt die Atmosphäre der damaligen Zeit sehr gut rüber. Das Buch handelt von einer starken, mutigen und dennoch recht naiven Protagonistin, in einer Zeit, in der Frauen noch nichts zu sagen hatten und lediglich zu heiraten und Kinderkriegen nützlich wahren.
Jennifer Donnelly hat einen Schreibstil, der den Leser schnell in seinen Bann zieht. Er ist sehr bildhaft, leicht zu lesen und man fühlt sich einfach wohl damit. Die Story wird aus der Sicht von Josephine erzählt, was ich ein wenig einseitig fand.
Das Buch hat zwei Charaktere die ich sofort in mein Herz geschlossen habe, Josephine und Eddie.
Josephine mochte ich, weil sie sich nicht unterkriegen lies. Ihre teilweise sehr naive Art passt zwar hervorragend in die damalige Zeit, in der Frauen nichts zu sagen hatten, dennoch ging mir die Naivität manchmal mächtig auf die Nerven. Aber genau das macht die Person dann doch wieder real.
Alle Charaktere konnte man sich gut vorstellen. Sie hatten die nötige Tiefe.
Ein  Roman in dem die Atmosphäre der damaligen Zeit gut rüber kommt. Die Story war teilweise recht spannend, aber es gab auch einige Längen, die meinen Lesefluss dann doch gehemmt haben. Ein Roman mit starken Charakteren, die sehr viel Tiefe hatten und einem sofort sympathisch waren. Dennoch hatte ich mir mehr davon erhofft.
Ich vergebe hier 3,5 von 5 Leseratten und eine Leseempfehlung für alle, die historische Kriminalromane mögen.


Danke an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar. 

[Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Piper Verlag ]

©Petra Donatz


Kommentare:

  1. Huhu Petra,

    die Sache mit dem Daumen kommt die jetzt immer als Zusatz?

    LG..Karin...

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