Freitag, 12. Februar 2016

[Rezension] " Northanger Abbey" Val McDermid

"Leider nicht das, was ich mir erhofft hatte."
Millionen Leser hat Val McDermid mit ihren psychologischen Krimis begeistert. Jetzt bezaubert sie mit einer Neufassung von Jane Austens Northanger Abbey. Lesen ist gefährlich! Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern. Die sie im ländlichen Piddle Valley niemals finden wird! Doch dann darf sie ihre Nachbarn, die Allens, zu einem Kulturfestival nach Edinburgh begleiten. Wo sie nicht nur unerwartet in Bella Thorpe eine neue Freundin findet, sondern sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Als Henry und seine Schwester Eleanor sie auf den schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einladen, geht Cats Fantasie mit ihr durch. Was, wenn hier ein Verbrechen stattgefunden hat? Und tatsächlich wird es für sie gefährlich – wenn auch auf unerwartete Weise.
Die gebürtige Schottin und Gold Dagger-Preisträgerin (1995 für "The Mermaids Singing"/"Das Lied der Sirenen") Val McDermid arbeitete nach ihrem Universitätsabschluss ab 1975 als Journalistin (u.a. für die Tageszeitung 'people' in Manchester). 1991 zog sie sich aus dem Journalistengeschäft zurück und betätigt sich seither hauptberuflich als Autorin. Sie war knapp 10 Jahre in der britischen Gewerkschaft aktiv, was sich in ihrem Krimi "Der Aufsteiger" widerspiegelt. Neben den erfolgreichen Krimis mit der lesbischen Heldin Lindsay Gordon erscheint inzwischen auch die zweite Erfolgsserie der Autorin mit Detektivin Kate Brannigan aus Manchester und eine dritte Reihe um den Profiler Tony Hill und DI Carol Jordan die auch die Vorlage zur Fernsehserie Hautnah – Die Methode Hill bildet. Die Autorin veröffentlichte auch Hörspiele und zwei Theaterstücke

Im Vorfeld muss ich gestehen, noch keinen Roman von Jane Austen und Val McDermit gelesen zu haben, weswegen ich vollkommen neutral an das Buch heran gegangen bin. Die ersten 80. Seiten zogen sich schon wie Kaugummi. Die Handlung ist für mich eine Aneinanderreihung jugendlichen Geplänkels, das meistens noch recht überzogen gewirkt hat. Wer hier Spannung sucht, wird enttäuscht sein. Auch im weiteren Verlauf konnte mich die Handlung nicht überzeugen. Ich habe keine Gefühle für die Charaktere entwickeln können, noch konnte ich mir die Gegebenheiten und Schauplätze vorstellen, da die ganze Atmosphäre  sehr düster und nichtssagend und wenig aussagekräftig rüber kam. Auch die Liebesgeschichte kam mir zu kurz. Ich glaube ich werde mir in nächster Zeit mal das Original von Jane Austen einverleiben und hoffe mich dort wohler zu fühlen.
Der Schreibstil war ziemlich altbacken und konnte mich überhaupt nicht für sich gewinnen. Da ich noch keinen Roman der Autorin gelesen habe, konnte ich keine Vergleiche ziehen. Val McDermit konnte mich mit ihren Worten nicht fesseln. Bei mir kam das Kopfkino einfach nicht in Gang. Ich konnte mir die Schauplätze deswegen nicht so wirklich vorstellen und all das zusammen ist für mich eigentlich ein Muss.
Hier kommt meine größte Kritik. Ich konnte zu keinem der Charaktere eine Bindung aufbauen, geschweige denn Sympathie entwickeln. Im Gegenteil, das Geplänkel um Gezicke von Cat und ihren Freundinnen, ging mir teilweise regelrecht auf die Nerven. Ihre Handlungen und Gedankengänge wirkten teilweise gekünstelt und aufgesetzt.


Leider konnte mich das Buch absolut nicht begeistern. Die Atmosphäre war kühl und wirkte teilweise wie gewollt und nicht gekonnt. Zu den Charakteren konnte ich absolut keine Beziehung aufbauen. Sie blieben mir zu oberflächlich und blass. Ich habe ein richtig schlechtes Gewissen einem Rezensionsexemplar so eine schlechte Kritik zu geben, kann hier aber wirklich nur knappe zwei von fünf Leseratten vergeben.  Nur bedingt  empfehlenswert. Doch macht euch selber ein Bild davon, wenn ihr mögt.



  
Danke an den Harper Collins Verlag für das Rezensionsexemplar

Bild und Textmaterial Harper Collins und Amazon

©Petra Donatz



.

1 Kommentar:

  1. Als absoluter Fan von Val McDermid, war ich mit diesem Buch ebenso enttäuscht. Klar McDermids Schreibstil ist gewohnt top, aber die Story konnte mich absolut nicht begeistern.

    Viele Grüße Nisnis

    AntwortenLöschen