Sonntag, 28. Februar 2016

[Rezension] "Die Töchter der Tuchvilla" Anne Jacobs

"Gelungene Fortsetzung der Familiensaga"

Eine mächtige Familie. Dramatische Verwicklungen. Ein Haus, das mehr als ein Geheimnis birgt.

Augsburg, 1916. Die Tuchvilla, der Wohnsitz der Industriellenfamilie Melzer, ist in ein Lazarett verwandelt worden. Die Töchter des Hauses pflegen gemeinsam mit dem Personal die Verwundeten, während Marie, Paul Melzers junge Frau, die Leitung der Tuchfabrik übernommen hat. Da erreichen sie traurige Nachrichten: Ihr Schwager ist an der Front gefallen, ihr Ehemann in Kriegsgefangenschaft geraten. Während Marie darum kämpft, das Erbe der Familie zu erhalten und die Hoffnung an ein Wiedersehen mit Paul nicht aufzugeben, kommt der elegante Ernst von Klippstein in die Tuchvilla. Und wirft ein Auge auf Marie …
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 Anne Jacobs veröffentlichte unter anderem Namen bereits erfolgreich historische Romane und exotische Sagas. Mit Die Tuchvilla erfüllt sie sich einen lange gehegten Wunsch und gestaltet ein Familienschicksal vor dem spannenden Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte. 

Es fällt mir schwer, eine Rezi zu schreiben, ohne den ersten Band zu spoilern, aber ich gebe mein bestes. Auch mit dem zweiten Band der Familiensaga konnte mich Anne Jacobs wieder richtig begeistern. Die Handlung ist nun mehr auf die jüngeren Familienmitglieder gerichtet und handelt in den Wirren des 1. Weltkrieges. Die Autorin hat das wieder wunderbar umgesetzt und den Leser in ihren Bann gezogen. Ich würde nicht sagen, dass das Buch wahnsinnig spannend wäre, aber es reißt einen halt mit und schenkt dem Leser einen sehr authentischen Einblick in die schweren Kriegsjahre, die dem einen mehr, dem anderen weniger zugesetzt haben. Man begleiten, wie schon im Buchtitel zu erkennen, die Töchter der Tuchvilla  durch die schweren Zeiten. Auch das Personal der Familie Melzer bekommt wieder genug Raum, so dass man als Leser einen schönen Einblick in beide Perspektiven hat. Mich hat die Handlung schon nach wenigen Seiten wieder für sich gewonnen und ich wollte am liebsten nicht mehr aufhören zu lesen.
 Die Autorin hat einen sehr schönen, leicht zulesenden Schreibstil. Sie schafft es mit ihren Worten dem Leser die Schauplätze und Gegebenheiten so deutlich zu vermitteln, dass man sie regelrecht vor Augen hat. Anne Jacobs zieht den Leser in einen Sog, dem man so schnell nicht mehr entkommt.
 Ich finde die Charaktere in diesem Roman sehr authentisch. Sie gingen in ihren Rollen völlig auf. Natürlich gibt es auch Charaktere, die einem nicht so angenehm waren, aber auch diese wahren sehr gut ausgearbeitet. Ich konnte mich in Marie, Kitty und Lisa sehr gut hineinversetzen. Sie wurden im Laufe des Buches zu Freunden, die wir durch schwere Zeiten begleiten konnten.
Anne Jacobs hat es wieder einmal geschafft, mich zu überzeugen und in ihren Bann zu ziehen. Ihr ist eine großartige Fortsetzung gelungen, die mich von der ersten Seite an fesseln konnte.
Ich vergebe deswegen gute fünf von fünf Leseratten und eine absolute Leseempfehlung der Buchreihe.



Danke ans Bloggerportal   für das Rezensionsexemplar

[Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Blanvalet Verlag ]

©Petra Donatz


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