Freitag, 18. Dezember 2015

[Rezension] "Winterküsse im Schnee" Karen Swan

"Leider nicht das was ich erwartet habe."

Karrierefrau Allegra hat keine Zeit für Romantik. Doch das Fest der Liebe macht seinem Namen alle Ehre. Weihnachtszeit in London: Die Stadt funkelt, unter den Sohlen knirscht der Schnee – doch Allegra Fisher hat nur einen Wunsch: dass die Feiertage schnell vorübergehen. Die Karrierefrau arbeitet an einem Riesendeal und hat keine Zeit für das 'Fest der Liebe'. Als im verschneiten Zermatt eine alte Berghütte entdeckt wird, kann Allegra kaum glauben, dass der Fund etwas mit ihrer Familie zu tun haben soll. Gemeinsam mit ihrer Schwester Isobel fliegt sie in die Schweiz – und mit der Reise und ihrem attraktiven Konkurrenten Sam nimmt Allegras Leben eine neue Wendung. Vielleicht wird es doch ein Fest der Liebe.
https://blogger.randomhouse.de/bloggerportal/download/EXCERPT/484507
Karen Swan arbeitete lange als Modejournalistin für Zeitschriften wie Vogue, Tatler und YOU. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in im englischen Sussex. Wenn die Kinder sie lassen, schreibt sie in ihrem Baumhaus Romane.
Mehr zur Autorin und ihren Büchern finden sie unter www.karenswan.com

Mich hat das Weihnachtsfieber gepackt und ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil es schon vom Cover her so wundervoll auf die Festtage einstimmt. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Man begleitet als Leser die Karrierefrau  Allegra durch ihr stressiges Leben, sie lebt eigentlich nur für ihren Beruf. Mich hat es sofort gestört, das alles bis ins kleinste beschrieben wird,  welche Markenklamotten sie trägt, wie ihr Büro aussieht und überhaupt. Bis Seite 140 gab es nichts Weihnachtliches und es kam auch keine Stimmung auf.   Die Lovestory in dem Roman konnte mich auch nicht mehr vom Hocker reißen, es war alles sehr ernüchternd und emotionslos.  Was mich sehr berührt hat war die Demenzerkrankung von Allegras Mutter und wie Allegra und ihre Schwester Isobell damit umgegangen sind.  Auch Isobells Leben hat mich berührt und ich fand sie sehr sympathisch. Natürlich darf auch ein Familiengeheimnis nicht fehlen, was mir dann doch gefallen hat. Aber im Ganzen gesehen gab die Geschichte nicht das her was sie versprochen hat, nämlich eine Weihnachtsschnulze die den Leser auf Weihnachten einstimmen soll.
Das Buch liest sich eigentlich sehr flüssig, auch wenn die Autorin  zu sehr in Detail geht. Mich als Leser interessiert es nicht, was für Markenklamotten sie trägt. das hat das Buch  für mich sehr langatmig gemacht. Ich musste mich immer wieder aufraffen um weiter zu lesen.
Allegra kam sehr kühl und berechenbar rüber. Sie ist in meinen Augen sehr egoistisch und von sich selber vollkommen überzeugt ist. Ich konnte keinen richtigen Bezug zu ihr bekommen. Isobell war mir da schon sympathischer und authentisch. Die Autorin geht meiner Meinung nach bei vielen Dingen zu sehr ins Detail, aber eben nicht da, wo es nötig wäre, um eine richtige Bindung zu den Charakteren aufzubauen.
Cover und Klappentext sind sehr ansprechend und versprechen dem Leser eine Einstimmung auf Weihnachten. Leider kann die Geschichte da  nicht mithalten und hat mich  sehr enttäuscht.
Zu den Charakteren konnte ich auch nicht wirklich eine emotionale Bindung aufbauen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich kann für dieses Buch leider nur 2,5 von 5 Leseratten vergeben und kann allen, die sich auf Weihnachten einstimmen möchten nur sagen, dass sie dann bei diesem Buch falsch liegen.


[Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Goldmann Verlag]
©Petra Donatz


1 Kommentar:

  1. Huhu,

    schade hat doch so ein tolles weihnachtliches Cover. ....

    LG..Karin...

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