Dienstag, 29. Dezember 2015

[Rezension] "Das Herrenhaus von Pembrooke Park" Julie Klassen

"Geheimnisvoll, spannend einfach eine tolle Familiengeschichte im Stil von Jane Austen. "

Nachdem sie fast ihr gesamtes Vermögen verloren haben, versucht die junge Abigail Foster eine neue Bleibe für die Familie zu finden. Ein anonymer Gönner stellt ihnen das Herrenhaus von Pembrooke Park zur Verfügung. Als Abigail das jahrelang leer stehende Haus herrichtet, sorgt nicht nur der gutaussehenden Sohn des Gutsverwalters für Aufregung, sie kommt auch einem lang gehüteten Geheimnis auf die Spur …
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 Julie Klassen arbeitet als Lektorin für Belletristik. Sie liebt die Welt von Jane Austen und alles, was damit zu tun hat. Geschichten schreibt sie schon seit ihrer Kindheit, mit "Die Lady von Milkweed Manor" gab sie ihr Roman-Debüt. Wenn sie nicht schreibt, reist Klassen gern, recherchiert, mag lange Wanderungen und kurze Nickerchen und einen Kaffee mit Freunden. Mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt sie in Minnesota (USA). Hier finden Sie mehr Informationen über die Autorin. 
Dieses ist nicht der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen habe. Auch dieses Mal konnte mich Julie Klassen wieder überzeugen.  Schon nach wenigen Seiten ist man in die Geschichte eingetaucht und möchte nicht mehr aufhören. Leider hatte ich nicht die benötigte Zeit, um das Buch komplett in einem Rutsch  zu lesen, aber von der Spannung und dem Suchteffekt her, wäre das schon möglich gewesen. Die Geschichte entführt den Leser nach England im 19. Jahrhundert. Der alte, englische Flair kommt sehr gut zu Geltung. Die Geschichte ist eine Mischung aus  historischem Roman, Familiengeschichte und auch der Gruseleffekt kommt nicht zu kurz. Auf  dem Anwesen Pembrooke Park scheint ein Familienfluch zu liegen,  dem die Protagonistin Abigail Forster, neugierig und forsch wie sie eben ist, auf die Schliche kommt.  Dabei findet sie heraus, dass sich sogar einen Schatz auf  Pembrooke Park befinden  soll, den bis heute noch niemand gefunden hat. Abigail würde diesen nur zu gerne finden, um endlich das schlechte Gewissen gegenüber ihres Vaters zu mildern, der wegen ihrer Ratschläge eine Fehlinvestition getätigt,  und deshalb sein Vermögen verloren hat. Was  letztendlich dazu geführt hat,  sich auf  Pembrooke Park zurückzuziehen und Gras über die Sache wachsen zu lassen. Wer schickt ihr immer die geheimen Botschaften ? Was sind das Nacht für  Nacht für seltsame Geräusche ? Und wer ist die vermummte Gestalt die sie Nachts zu sehen geglaubt hat?
Natürlich spielt auch die Liebe und der Glaube an Gott eine wichtige Rolle in den Romanen von Julie Klassen, so auch hier. Liebe und Glaube liegen hier nah beieinander, da sich Abigail in den Dorfpfarrer William verliebt.
Wer Bücher mag, die geheimnisvoll, spannend und dennoch sehr gefühlvoll geschrieben sind, ist hier genau richtig. Eine  geniale Mischung aus Kate Morten und Jane Austen.
 Der Schreibstil von Julie Klassen gefällt mir immer wieder aufs neue. Sie versetzt mit ihren Worten Berge und zieht den Leser Stück für Stück in einen Sog, dem man nur schwer entkommt. Sie verleiht dem Buch einen mystischen Flair und fesselt den Leser mit einer spannenden, teilweise gruseligen Familiengeschichte bzw. Familienfluch. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Schauplätze sieht man als Leser förmlich vor sich.
 Julie Klassen schafft es immer wieder tolle, authentische  und sehr sympathische Charaktere zu erschaffen, die einem schnell ans Herz wachsen. Ich mochte Abigail sofort. Sie ist eine mutige und sehr selbstbewusste Persönlichkeit. Auch den Pfarrer William mochte ich sehr. Julie Klassen hat mit ihm Geschafft zwei Themen in die Story einfließen zu lassen, nämlich die Liebe und der Glaube an Gott.  Durch William erfährt Abigail die wahre Liebe, aber er führt sie dafür näher an Gott heran, was ich sehr schön und gut gelungen fand. Auch Williams Familie, die Schwestern Leah und Kitty und deren Eltern sind tolle und äußerst sympathische Charaktere,  die wunderbar in die Geschichte passen.
Ein Familiengeheimnis das uns ins England des 19.Jahrhunderts entführt.  Eine Story mit Gruselfaktor, Spannung und tollen, sehr sympathischen Charakteren, die einem sofort ans Herz wachsen. Einmal begonnen ist man mitten im Geschehen und möchte endlich mit Abigail das Geheimnis von Pembrook Park lüften. Eine  geniale Mischung aus Kate Morten und Jane Austen. Ich vergebe fünf von fünf Leseratten und eine absolute Leseempfehlung.


Vielen Dank an den SCM Verlag für das Rezensionsexemplar 




[Bild und Textmaterial Quelle Amazon und SCM Verlag]

 ©Petra Donatz

1 Kommentar:

  1. Huhu,Petra

    hm, schade Weihnachten ist gerade vorbei. Aber es kommt gerne auf meine WuLi.

    LG..Karin...

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