Samstag, 5. Dezember 2015

[Rezension] "Aller Anfang fällt vom Himmel" Veronika Peters


"Leider sehr langatmig und überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe."


Was geschieht, wenn eine junge Ausreißerin und
ein pedantischer Witwer aufeinanderprallen?

Korbinian Gerhard ist Lehrer und seit dem Tod seiner Frau allein lebend. Er ist kauzig, pedantisch und legt Wert darauf, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Billa ist siebzehn, freiheitsliebend und rebellisch – und ohne Dach über dem Kopf, denn sie ist von zu Hause abgehauen. Als Korbinian sie an einem kalten Winterabend hungrig und krank auffindet, nimmt er sie widerwillig mit zu sich nach Hause. Dass seine sorgsam gehütete Ordnung damit bedrohlich ins Wanken gerät, bekommt er bald zu spüren: Billa fegt – nebst ihrer Entourage – wie ein Wirbelwind durch sein Leben und scheut sich nicht, alle vermeintlichen Gewissheiten auf den Kopf zu stellen. Und Korbinian staunt nicht wenig, als er sich plötzlich wiederfindet in dem großen Abenteuer, das man Freundschaft nennt ...

http://www.randomhouse.de/Buch/Aller-Anfang-faellt-vom-Himmel-Roman/Veronika-Peters/e408122.rhd?mid=4&serviceAvailable=true&showpdf=false#tabbox
Veronika Peters, geboren 1966 in Gießen, verbrachte ihre Kindheit in Deutschland und Afrika. Im Alter von fünfzehn Jahren verließ sie ihr Elternhaus, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch und absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin. Sie arbeitete in einem psychiatrischen Jugendheim, bis sie 1987 in ein Kloster eintrat, wo sie beinahe zwölf Jahre verbrachte. Veronika Peters ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt als freie Autorin in Berlin.
 Das Buch fing sehr vielversprechend an, doch schon bald wurde es eher langatmig. Ich hatte mir laut des Klappentextes eine emotionsgeladene Story erhofft, die mich in ihren Bann ziehen würde, leider blieben die Emotionen bei dem Buch auf der Strecke. Die Geschichte dümpelt so vor sich hin und total voraussehbar.und es passiert nichts Spektakuläres, was mich begeistern konnte. Die Autorin weiß schon was sie mit diesem Buch für eine Botschaft vermitteln will, nämlich das man nicht alles Obdachlosen bzw. Straßenkinder, über einen Kamm scheren sollte und das sich auch ein Mann, der seit acht Jahren völlig zurückgezogen lebt und um seine Frau trauert noch verändern kann. Aber das war es eigentlich auch schon, mehr kommt einfach nicht. Schade drum, aber da es ein Rezensionsexemplar war, muss ich mich nicht ärgern.
Den Schreibstil der Autorin ist eigentlich sehr leicht und flüssig zu lesen und wird immer aus der Perspektive von Korbinian erzählt, was ich schade fand. Ich hätte gerne mal einen Einblick in Billas Gefühle und Gedanken gehabt.
Bei den Charakteren kann ich nicht viel schreiben. Sie waren sehr unspektakulär und blass und weckten bei mir absolut keine Gefühle, was ich eigentlich bei diesem Buch erwartet hatte. Korbinian war zwar ein netter Charakter, der sich durch Billa zum positiven verändert, doch mehr kam auch nicht rüber. Ich mochte am meisten Korbinians Schwester Emilia, die ich mit ihrer aufgeweckten und sehr positiven Art, sehr mochte. Billa ging mir teilweise mit ihrer Gossensprache auf die Nerven. Sie mochte ich nicht wirklich und habe auch keinen Bezug zu ihr gefunden.
Eine Geschichte mit viel Potenzial, dass leider nicht ausgeschöpft wurde. Die Handlung ist sehr langatmig und unspektakulär und konnte mich überhaupt nicht mitreißen. Die Charaktere blieben zum größten Teil unspektakulär und konnten mich nicht wirklich in ihren Bann ziehen. Ich vergebe gerade noch zwei von fünf Leseratten


Danke an den Verlag, der uns dieses Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt hat.

[Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Goldmann Verlag]

© Petra Donatz

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen