Dienstag, 10. November 2015

[Rezension] "Unter dem Polarlicht" Elisabeth Büchle


"Ein schönes Buch das mich schon ein wenig auf Weihnachten eingestimmt hat."

Chiara verliert ausgerechnet zu Beginn der Adventszeit ihren Job. Entsprechend froh ist sie über den Auftrag, für einen berühmten Autor, der sich beide Hände gebrochen hat, sein neuestes Manuskript zu tippen. Hals über Kopf reist sie in die kanadischen Rocky Mountains, wo Florian Forster in einer einsamen Berghütte lebt. Dieser entpuppt sich als wortkarger Eigenbrötler. Die lebenslustige Chiara lässt sich durch seine schroffe Art nicht beeindrucken, sondern fordert ihn heraus, sich dem Leben zu stellen. Bald ist sie nicht nur von den Polarlichtern, der verschneiten Märchenlandschaft und dem Geheimnis der weißroten Zuckerstangen verzaubert. Doch dann stoßen Chiaras Freunde aus Deutschland auf ein dunkles Geheimnis aus Florians Vergangenheit. Schwebt sie etwa in großer Gefahr?
http://www.gerth.de/index.php?id=details&sku=817078#leseprobe

 Elisabeth Büchle hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und wurde für ihre Arbeit schon mehrfach ausgezeichnet. Ihr Markenzeichen sind gründlich recherchierte Romane, zuletzt die dreiteilige "Meindorff-Saga" rund um den ersten Weltkrieg. Mit ihrem Mann und fünf Kindern lebt sie im süddeutschen Raum.
www.elisabeth-buechle.de 


Unter dem Polarlicht war mein erster Roman, den ich von der Erfolgsautorin Elisabeth Büchle gelesen habe. Die Autorin hat hier eine sehr schöne Liebesgeschichte erschaffen, die an sich nicht völlig neu war, dennoch hat sie  sie auf ihre Art schön verpackt und dem Buch einen Weihnachtlichen Flair gegeben. Die Story ist eigentlich einfach gestrickt. Junge Frau soll Einsiedler Autor helfen, der eigentlich unnahbar ist und lebt mit diesem für sechs Wochen in einer einsamen Berghütte im verschneiten Kanada, weitab von der Zivilisation. Zuerst ist eine eisige Stimmung zwischen den beiden, doch Chiara schafft es immer mehr und mehr zu Florian durchzudringen und merkt schnell, dass sie sich in ihn verliebt hat. Dann, als Chiara merkt, das Florian auch etwas für sie empfindet und die einst eisige Stimmung schon vergangen schien, kommt etwas ans Tageslicht, was alles wieder durcheinander bringt und alte, sehr schmerzliche Gefühle zu Tage bringt, die besser vergraben geblieben wären. All das hat die Autorin sehr schön verpackt und dem ganzen einen weihnachtlichem Flair versehen. Auch der Glaube an Gott spielt eine Rolle in diesem Buch, ist aber sehr schön eingebunden so das es durchaus auch Lesern gefallen könnte, die damit nicht viel zu tun haben.


Das Buch lässt sich sehr leicht und flüssig lesen. Elisabeth Büchle schafft es mit Worten den Leser nach Kanada zu verfrachten und man kann die Landschaft und die Gegebenheiten förmlich vor Augen sehen. Das Buch wird zu größten Teil aus der Sicht von Chiara erzählt.


Das Buch hat eigentlich nur vier Charaktere, die ich alle auf ihre Art und Weise sehr mochte. Chiara mochte ich besonders, weil sie kein Modepüppchen mit Modellmaßen war, sondern eine gestandenen junge Frau mit gewissen Rundungen, was sie mir noch sympathischer machte. Ich mochte die Art wie sie Florian umgarnt hat und dessen harte Schale geknackt hat. Florian zuerst eher eigenbrötlerisch, war mir dennoch sofort sympathisch. Wenn man erst einmal erfährt, was in seiner Vergangenheit passiert ist, kann man auch nachvollziehen warum er sich so abgekapselt hat.
Last but not least kommt Rose an die Reihe. Sie war für mich die gute Seele des Buches. Sie hat sich rührend um Florian und Chiara gekümmert und letztendlich alle mit ihrem Weihnachtstick angesteckt. Alles in allem tolle authentische Charaktere die ich sehr gerne in mein Leben gelassen habe.


 Ein wirklich schöner Liebesroman, der einen schon auf Weihnachten einstimmen kann. Natürlich war die Geschichte nicht völlig neu, dennoch konnte sie mich in ihren Bann ziehen und ich habe sie in einer Nacht durchgelesen, was ja schon einiges aussagt.
Ich vergebe gute vier von fünf Leseratten und eine Leseempfehlung für alle, die weihnachtliche Liebesroman mögen.



Danke an den Gerth Medien Verlag, die uns das Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt haben. 



[Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Gerth Medien]

© Petra Donatz

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen