Montag, 30. November 2015

[Rezension] "Die Sprache des Herzens" Deeanne Gist


"Wieder einmal ein tolles Buch der Autorin."

Chicago, 1893: Connor McNamara beschließt, alles auf eine Karte zu setzen – auch die elterliche Farm – und auf der Weltausstellung eine Erfindung vorzustellen, die vielen das Leben retten könnte: eine Sprinkleranlage. Doch aufgrund des Lärms in den Ausstellungshallen und einer Erkrankung, durch die er sein Gehör zu verlieren droht, ist sein Vorhaben zum Scheitern verurteilt.
Da lernt er Della Wentworth kennen, die gehörlosen Kindern Lippenlesen beibringt. Nach kurzem Zögern erklärt sie sich einverstanden, ihm zu helfen. Es kommt, wie es kommen muss: Die beiden verlieben sich ineinander. Doch was ist mit Connors beruflichen Träumen? Und dann ist da ja auch noch die Tatsache, dass zu Hause eine Verlobte auf ihn wartet ... 
Immer wieder schafft es Deeanne Gist, mit ihren Büchern die Bestsellerlisten zu erklimmen. Ihr Erfolgsrezept: gründlich recherchierte historische Romane in Verbindung mit viel Humor und Liebe. Bislang wurde sie für vier RITA-Awards nominiert - eine renommierte Auszeichnung für Liebesromane - und gewann zwei Christy-Awards. Sie hat vier mittlerweile erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in Houston, Texas.  

Wieder einmal hat es Deeanne Gist geschafft, mich mit ihrer Geschichte zu überzeugen.
Die Autorin hat wieder einmal gut recherchiert und entführt den Leser ins Jahr 1893 zur Weltausstellung nach  Chicago. Die Autorin beschreibt diese so gut, dass man als Leser denkt, selbst daran teilzunehmen und es förmlich vor Augen sieht. Natürlich spielt auch die Liebe und der Glaube an Gott eine wichtige Rolle in diesem Buch. Auch die Gebärdensprache und das Lippenlesen wird dem Leser sehr gut erklärt, da der Protagonist Connor selbst  droht zu ertauben. Die Geschichte  hat mir von Anfang an gut gefallen, sie ist teilweise sogar richtig spannend. Einmal begonnen  fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen
 Deeanne Gist hat einen einfachen, leicht zu lesenden Schreibstil, der einen schon nach wenigen Seiten in seinen Bann zieht. Sie bringt dem Leser, durch ihre detaillierten Beschreibungen, die Umgebung und Gegebenheiten näher. Der christliche Aspekt ist schön in die Geschichte eingearbeitet und wirkt nicht aufdringlich.
Das Buch hat zwei Hauptcharaktere,  Connor McNamara und  Della Wentworth, die mir beide sehr sympatisch waren. Connors Charakter war gut ausgearbeitet und es kam mir so vor als würde ich ihn selber kennen. Er war glaubhaft, realistisch und sehr authentisch dargestellt.. Bei Della kam mir dieses aber ein wenig zu kurz. Von ihr konnte ich mir  nicht so ein gutes Bild machen. Ihr Charakter kam zweifelsohne zu kurz. Das Buch war deutlich auf Connor als Hauptcharaktere ausgelegt, was ich persönlich nicht so mag, meine Hauptcharaktere in einem Buch müssen eigentlich immer weiblich sein. Ist halt ein Tick von mir, an den ihr euch aber nicht stören müsst, denn Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und das ist auch gut so.
Ein wirklich schöner Roman, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Sympathische Charaktere, auch wenn die weibliche Protagonistin etwas zu kurz kam. Dafür wird dem Leser gutes Hintergrundwissen, über die Weltausstellung geboten, was ich sehr interessant fand.
Ich vergebe gute vier von fünf Leseratten und eine Leseempfehlung.




 Danke an den Gerth Medien Verlag für das Rezensionsexemplar


[Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Gerth Medien]

©Petra Donatz

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