Dienstag, 24. November 2015

[Rezension] "Die Betrogene" Charlotte Link


 " Wieder ein guter Krimi aus der Feder der Bestseller Autorin."

Einsam wacht, wer um die Schuld weiß. Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt. 

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses und zuletzt Die letzte Spur eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 24 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.
"Ihr Markenzeichen sind psychologische Krimis, klug konstruierte Pageturner, […] in denen die Aufklärung von Morden genauso viel Raum einnimmt wie die seelische Welt der Figuren."

Quelle Brigitte
Wieder einmal hat die Bestseller Autorin Charlotte Link einen sehr umfangreichen und spannenden Roman erschaffen, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Auch wenn ein paar Längen im Buch waren, die mir einfach  zu ausführlich beschrieben wurden, konnte der Roman wieder Punkten.
Die Story ist wieder einmal in mehrere Handlungsstränge eingeteilt, die im Laufe des Buches zu einer Geschichte zusammen fließen. Dabei haben mir manche Handlungsstränge gut gefallen, andere hingegen waren mir zu sehr und künstlich in die Länge gezogen. Zum einen wird eine Familie von einem Verbrecher in eine Scheune eingesperrt, aus der es kein entkommen gibt. Man bangt als Leser mit der Familie. Der Vater wurde angeschossen und schwebt in Lebensgefahr. Zum anderen droht ihnen und besonders dem fünf jährigen Sohn, dass sie verdursten. Im anderen Handlungsstrang versucht die unscheinbare und sehr distanzierte Kate, Polizistin Scotland Yard, den brutalen Mord an ihrem Vater  eigenmächtig aufzuklären, obwohl sie überhaupt nicht dazu bemächtigt ist und den ermittelnden Polizisten dabei in die Quere kommt. Mehr möchte ich euch auch nicht verraten.
Das Buch ist in einem leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil geschrieben, wie man es von der Autorin gewöhnt ist. Einmal begonnen ziehen einen die einzelnen Handlungsstränge, der eine mehr, der eine etwas weniger, in seinen Bann. An das Ende jeden Kapitels, baut die Autorin einen Cliffhanger ein und macht dann an anderer Stelle weiter, was die Spannung sehr steigert.
Auf die einzelnen Charaktere konnte ich mich allerdings nicht so richtig einlassen,. Bis auf Kate, die mir sehr sympathisch war und als kleine, graue Maus dargestellt wird, was beim Leser den Beschützerinstinkt weckt. Alle anderen hatten mir einfach nicht genug tiefe, so dass ich zu ihnen ein  distanziertes Verhältnis hatte. Dennoch passten sie alle sehr gut in ihre zugewiesenen  Rollen.
Wieder ein guter Krimi aus der Feder von Charlotte Link, der aber auch einige Längen aufweist.
An einigen stellen hätte die Autorin auf nicht so ins  Detail  gehen müssen, was die Spannung teilweise gelähmt hat.  Dennoch ein gut lesbarer und mitreißender Thriller, wie an es von  Charlotte Link gewöhnt ist. Ich vergebe vier von fünf Leseratten und eine Leseempfehlung für alle Charlotte Link Fans.



[Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Blanvalet Verlag]
©Petra Donatz


Kommentare:

  1. Hallo Petra,

    sicherlich ein tolles Buch. Der Preis ist klasse gestaltet für diese Seitenzahl. Mir persönlich, aber leider etwas zu umfangreich.

    Ich werde dann ..sieben Heere...von Tobias Meissner lesen hat immerhin auch etwas über 400 Seiten.

    LG..Karin...

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    1. Hallo liebe Karin, du hast Recht. Das Buch hätte gut 200 Seiten weniger haben können.
      LG Petra

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