Freitag, 6. November 2015

[Rezension] Bis wir uns wiedersehen" Dinah Jefferies

"Eine schöne und mitreißende Geschichte."

Malaysia in den 50er-Jahren. Als Lydia eines Tages nach Hause zurückkehrt, sind ihre Töchter Emma und Fleur und ihr Ehemann verschwunden. Sie findet heraus, dass ihr Mann einen Posten im Norden des Landes angenommen haben soll, und begibt sich auf eine gefährliche Reise über die von Unruhen erschütterte malaiische Halbinsel. Währenddessen versuchen Emma und Fleur, sich in ihrer neuen Heimat England einzuleben. Ihr Vater hat keine Antwort auf ihre Frage, ob sie ihre Mutter jemals wiedersehen -


Dinah Jefferies wurde 1948 im malaiischen Malakka geboren, acht Jahre später übersiedelte die Familie nach England. Dinah Jefferies studierte Theaterwissenschaft und Englische Literatur und arbeitete als Lehrerin, Fernsehmoderatorin und Künstlerin. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann in Gloucestershire. Bis wir uns wiedersehen ist ihr Romandebüt, derzeit schreibt sie an ihrem nächsten Werk.


Dies ist wieder so ein Buch, bei dem die Meinungen stark auseinander gehen. Ich höre aber zu denen, die das Buch sehr gemocht haben. Die Geschichte ist tragisch und man fiebert das ganze Buch über mit Lydia, die nach einem längeren Aufenthalt bei einer kranken Freundin, nach Hause kommt und ihre Töchter Emma und Fleur und ihr Mann Alec nicht  mehr dort sind.  Später findet sie dann heraus, das die drei fort mussten, weil Alec, im Norden, angeblich einen anderen Posten angenommen haben soll. Mutig und tapfer kämpft sich Lydia durch das von Unruhen aufgewühlte Malaysia und setzt dabei mehr wie einmal ihr Leben aufs Spiel., um zu ihrer Familie zu gelangen.
Alec und die Mädchen sind jedoch, ohne eine Spur zu hinterlassen,  nach England gereist.  Emma vermisst ihre Mutter sehr, Fleur ist Papas Liebling und darf so gut wie alles, während Emma, als Problemkind,  in ein Internat abgeschoben wird. Das Buch ist so spannend und hat mich sofort in einen Sog gezogen.  Man erlebt die Gefühle von Lydia und Emma, und möchte beiden helfen wieder zueinander zu finden. Schlimm wirds für Lydia als sie denkt, ihre Töchter und ihr Mann seien  bei einem Brand ums Leben gekommen. Doch Lydia kann und will sich nicht damit abfinden. Erst später lüftet sich die Geschichte und man bekommt poapo  mit, warum Alec so grausam  gehandelt hat.


Ich fand das Buch ließ sich sehr flüssig und leicht lesen. Die Autorin versteht es, dem Leser die Umgebung und Landschaften vor Augen zu führen. Das Buch wird im Wechsel, aus der Sicht von Lydia und Emma erzählt. Was mir gut gefallen hat.


Ich mochte Lydia eigentlich sehr gerne. Sie ist trotz allem, was ihr widerfährt, eine starke Persönlichkeit. Ich habe mit ihr mit gelitten und gehofft. Auch Emma war mir sehr sympathisch. Sie war in meinen Augen auch kein Problemkind. Alec mag es nur nicht, das Emma weiterhin an ihrer Mutter fesst hält. Denn er möchte eine Zusammenführung vermeiden.
Dinah Jefferies hat hier ausdrucksstarke und authentische Charaktere geschaffen, die mein Herz mehr oder weniger erobert haben.


Ein wirklich gut gelungenes Debüt. Tolle ausdrucksstarke Charaktere und eine spannende Story, machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Einmal begonnen, viel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Ich vergebe hier volle fünf von fünf Leseratten und eine Leseempfehlung.




[Bild uns Textmaterial Quelle Amazon und Bastei Luebbe]
©Petra Donatz

1 Kommentar:

  1. Guten Abend, Petra!

    Vielen Dank für deine Meinung zu diesem Buch. Mich hat sie sehr angesprochen und wenn ich meinen SUB etwas abgebaut habe, könnte das mal mein Buch werden. Vielen Dank für den Buchtipp.

    Einen schönen Abend euch, gute Besserung weiterhin und ein nettes Bevorstehendes Wochenende.

    Liebe Grüße
    Silvia B. aus B.

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