Dienstag, 3. November 2015

[Rezension] "Abschied für immer und nie " Amy Reed

"Eine Berg und Talfahrt der Gefühle"


"Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?" Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spüren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verändern? Evie fällt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurückzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner Nähe fühlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen Höhenflügen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht?


Amy Reed, geboren und aufgewachsen in und um Seattle, hat vor ihrem 18. Lebensjahr acht Schulen besucht. Die häufigen Umzüge haben sie rastlos gemacht. Nach dem Abschluss der Film-Hochschule in San Francisco hat sie ihren Master in Creative Writing auf dem New College in California absolviert. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Ashville, North Carolina, wo sie sich endlich zu Hause fühlt.  


 Ich habe das Buch als Vorableseexemplar vom Verlag bekommen, was mich sehr gefreut hat. Da dieses Exemplar aber nicht die volle Seitenzahl  hat und somit kein richtiges Ende, fällt es mir schwer eine Rezi zu verfassen.

Das Buch ist nicht  mit den anderen Romanen, mit dem heiklen Thema Krebs zu vergleichen. Denn hier lernt man auch die Schattenseiten kennen. Evie hat nur noch kurze Zeit zu leben. Doch wie ein Wunder, ist der Krebs auf einmal auf dem Rückmarsch. Evie darf die Klinik und ihren Alltag dort verlassen und wieder in ihre kleine, heile Welt zurück, in der sie sich überhaupt nicht mehr wohlfühlt. Alle bemitleiden und bemuttern sie und würden sie am liebsten in Watte packen. Doch Evie will genau das Gegenteil. Sie möchte leben wie ein normaler Teenager ohne ständiges Mitleid. Um dem Alltag zu entfliehen nimmt sie immer mehr von ihren Schmerzmitteln (Opiate) die ihr das Leben leichter machen und fängt  sogar an zu kiffen. Denn wenn sie im Rausch der Drogen ist, fühlt sie sich ihrer Freundin Stella, die den Krebs nicht besiegen konnte, immer am nahesden. Ihre Beziehungen zu den Eltern wird immer schlechter. Sie kommt mit ihrer besten Freundin Kasey nicht mehr klar, weil mittlerweile Welten zwischen ihnen liegen und Will, ihr Freund, ist ihr fremder denn je. Als sie  dann dem  attraktive Marcus trifft,  der so rein gar nichts über ihre Vergangenheit weiß,  sieht sie die Chance endlich mal normal behandelt und umworben zu werden.

An dieser Stelle endet dann meine Leseprobe. Ich hätte so gerne weiter gelesen, aber das muss jetzt noch bis zum 10. November warten.
Die Handlung hat mich von der ersten Seite an interessiert und gefesselt. Einmal begonnen, wird der Leser auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt. Ich konnte Evie schon verstehen, dass sie wenigstens ein bisschen Normalität zurück haben möchte. Dennoch setzt sie massiv ihre neu gewonnene Gesundheit aufs Spiel. Ich hätte sie gerne mal geschüttelt, aber dann auch wieder einfach in den Arm nehmen wollen. Auch ihre Eltern und ihre Schwester Jenika konnte ich verstehen. Jenika buhlt um die Aufmerksamkeit ihrer Eltern, die aber nur Evie im Blickfeld haben, dass Sie dann schon mal fies zu Evie wurde, kann man einerseits auch verstehen.


Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Geschichte ist sehr emotional und fesselnd. Es wird immer aus Evies  Sicht geschildert. Teilweise sind auch Briefe an Stella abgedruckt, die Evie nach deren Tod weiter schreibt. Amy Reed schafft es den Leser mit Worten und Gefühlen in ihren bann zu ziehen.


Ich mochte Evie sehr. Dennoch hätte ich ihr auch gerne mal die Leviten gelesen, weil sie ihre Gesundheit, für etwas Normalität, aufs Spiel setzt. Als Leserin konnte ich beide Parteien verstehen. Einmal Evie, die einfach wieder ein normaler Teenager sein möchte, aber auch ihre Familie und Freunde, die sich große Sorgen um sie machen und sie deshalb am liebsten in Watte packen würden.
Alle Charaktere sind sehr authentisch und sehr gut dargestellt  und haben das Buch zu etwas besonderem werden lassen.


Ein Buch das mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Ein Buch mit vielen verschiedenen Emotionen, die den Leser auf eine Berg und Talfahrt der Gefühle schickt. Tolle, authentische Charaktere runden das Ganze perfekt ab. Leider kenne ich das Ende noch nicht und es fällt mir schwer bis zum 10.Nov zu warten, wenn ich endlich das Ende lesen kann.
Ich vergebe volle fünf von fünf Leseratten und eine Leseempfehlung.



Danke an den Harper Collins Verlag für das Rezensionsexemplar


[Bild und Textmaterial Quelle Amazon und Harper Collins Verlag]

©Petra

Kommentare:

  1. Liebe Petra!
    ich habe auch das Angebot bekommen, aber habe abgelehnt, weil ich kein Buch rezensieren kann, dessen Ende ich nicht kenne ;) Mir ist es schon öfters ergangen, das ich die Geschichte wundervoll oder spannend fand und das Ende dann sehr viel zunichte gemacht hat. Nicht, dass ich immer ein Happy End haben möchte, aber es sollte realistisch sein und die Geschichte abrunden.
    Nun warte ich mal ab und werde mir das buch dann kaufen, wenn die rezensionen dementsprechen sind.
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Hallöchen Petra,

    eine tolle Rezension, ich bin bei dem Buch ganz deiner Meinung :)
    Falls du mal rein schauen magst, hier meine
    Rezension
    Habe deine Rezension verlinkt bei mir, hoffe das ist ok.
    Fühl dich gedrückt!

    Nadine ♥

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  3. Mit dem Vorableseexemplar habe ich mich nicht zufrieden gegeben und habe den vollständigen Roman angefordert. Wie sich herausgestellt hat, war das auch dringend nötig, denn ich hätte sonst nicht einmal die Hälfte des Romans gekannt. Ich lehne es grundsätzlich ab, ein Buch zu rezensieren, von dem ich nicht auch das Ende kenne.

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  4. Huhu Petra,
    ist ja doof, dass du nicht die ganze Geschichte bekommen hast. Solltest du schnell nachholen.
    Ich hab deine Rezi bei mir verlinkt und hoffe, das ist ok. Du kannst es dir hier anschauen:

    http://nellysleseecke.blogspot.de/2015/12/abschied-fur-immer-und-nie-von-amy-reed.html

    Alles Liebe, Nelly

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