Mittwoch, 21. Oktober 2015

[Rezension] "Der Garten der verbotenen Träume" Harriet Evans

"Umfangreicher Roman mit einigen Längen und trotzdem wird man irgendwie gefesselt."


Martha Winter steht kurz vor ihrem 80. Geburtstag. Seit Jahren schon lebt ihre Familie in alle Winde zerstreut, ihr Mann, ein berühmter Zeichner, entfernt sich mehr und mehr von ihr. Für die Feier zu ihrem Ehrentag hat Martha einen ganz besonderen Plan: Sie will alle Familienmitglieder wieder unter einem Dach vereinen und auf ihren geliebten Landsitz einladen – um ihnen ein furchtbares Geständnis zu machen …
http://www.droemer-knaur.de/buch/8418304/der-garten-der-verbotenen-traeume#

Harriet Evans lebt in London und war Lektorin, bis sie selbst anfing, Romane zu schreiben. Inzwischen zählt sie in England zu den ganz Großen der Frauenunterhaltung.

Bei diesem Buch habe ich mir eine Menge Gedanken gemacht, wie ich es nun bewerten soll. Die Handlung ist ziemlich verwirrend, doch wenn man sich einmal eingelesen hat, weiß man  wo einen die Autorin hinführen will, das denkt man zumindestens und dennoch wird man in der Hälfte des Romans so überrascht und mit etwas konfrontiert, mit dem ich absolut nicht gerechnet hätte.  Es handelt sich hier um eine Familiengeschichte, man könnte schon fast Familiendrama sagen, den irgendwo brodelt es immer.
Martha und David Winter wollen die Familie an Marthas 80. Geburtstag noch einmal zusammen bringen und ihnen etwas mitteilen.  Man lernt ihre Kinder Bill, Daysi und Florenz und wiederum deren Kinder kennen und erfährt immer im Wechsel etwas aus ihrem Leben. Immer wieder springt die Handlung in der Zeit hin und her und auch noch von einem Familienmitglied zum nächsten, was schon sehr viel Aufmerksamkeit vom Leser verlangt und dadurch auch recht anstrengend ist. Wenn man das Buch nicht in einem Rutsch liest, wie ich, hat man fast keine Chancen wieder an der Handlung anzuknüpfen. Also am besten Zeit für das Buch nehmen und kein anderes dazwischen schieben. Ansonsten hat mir der Roman eigentlich ganz gut gefallen. Er hebt sich vom Mainstream ab und hat auch seine eigenen Flair.

  
Wie bereits oben erwähnt, hat das Buch seinen eigenen Flair und auch einen gewöhnungsbedürftigen Schreibstil. Man muss als Leser sehr aufpassen um die Namen zu den richtigen Personen zu zuordnen und dann noch die Zeitsprünge zu berücksichtigen. Denn das Buch handelt mal im Hier und Jetzt und mal in der Vergangenheit und da auch noch in verschiedenen Zeiten. Also ein Buch das nicht mal eben zu lesen ist und schon eine gewisse Anforderung an den Leser stellt. Ob man es mag oder nicht, muss ein jeder selber herausfinden
.

Jetzt kommt der Punkt zu bewerten, der mir am schwersten fällt. Ich muss sagen durch das ewige hin und her konnte ich nicht wirklich Sympathien entwickeln und mich auf die einzelnen Charaktere einlassen. Ich sage mal so, sie waren für das Buch genau stimmig, aber es gibt jetzt keinen den ich besonders hervorheben würde.


Ein sehr spezieller und anspruchsvoller Roman mit einer ziemlich verwirrenden Handlung. Dennoch hat das Buch etwas an sich, dass es einem unmöglich ist das Buch abzubrechen, was ja wieder für sich spricht. Mit weniger Zeitsprüngen und Charakteren hätte es durchaus noch mehr Potenzial. Ich vergebe 2,5 von 5 Leseratten und jeden den es interessiert, nehmt euch Zeit für das Buch.



Danke an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar 

[Bild und Textmaterial Quelle Amazon un Droemer Knaur]

©Petra Donatz

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