Dienstag, 1. September 2015

[Rezension] "Hell wie der Mond und tief wie der Ozean" von Nicole Quigley

"Ein Jugendbuch mit aktuellen Themen, aber Stellenweise ziemlich langatmig."

Drei Jahre Abwesenheit sind eine lange Zeit – das stellt Melissa fest, als sie mit ihrer chaotischen Familie zurück nach Anna Maria, Florida, zieht. Plötzlich wird sie nicht mehr wie früher gemobbt, sondern sie ist beliebt und Teil der angesagtesten Clique der Schule. Doch es gibt nicht nur den umschwärmten Sam, der Melissas Leben aufmischt. Da ist noch Robby, ihr verpeilter Außenseiter-Bruder; Josh, ihr geheimnisvoller Nachbar – und dieser Jesus, der im Leben von Josh offenbar eine nicht ganz unwichtige Rolle spielt … Auf wen kann Melissa sich verlassen, als es hart auf hart kommt?


Nicole Quigley wuchs auf der Insel Anna Maria, Florida, auf. Dort spielt auch die Handlung ihres ersten Buches »Hell wie der Mond und tief wie der Ozean«, für den sie den ACFW Carol Award für den besten Jugendroman erhielt. Nicole studierte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit und hat viele Jahre in Washington, D. C . gearbeitet. Mittlerweile lebt und schreibt sie wieder auf ihrer Heimatinsel Anna Maria.


Mich hat das Cover und alleine die Tatsache, dass das Buch aus meinem Lieblingsverlag kommt, überzeugt dass ich dieses Buch lesen muss. Die Handlung an sich ist eher einfach gestrickt, aber spricht auch viele aktuelle Themen an, wie zb. Mobbing an Schulen, die erste Liebe und so weiter. Der christliche Aspekt kam mir aber irgendwie zu kurz. Ich fand Melissa eigentlich sehr nett. Ich habe ihre Geschichte gerne gelesen, aber so richtig umgehauen hat mich das Buch nicht. Melissas Familienleben ist das reinste Chaos. Dazu wird sie auch noch an der Schule gemobbt und steht zwischen zwei Jungen,  Sam und Josh. Josh lebt seinen Glauben an Jesus  völlig aus. Er versucht auch Melissa auf diesen Pfad zu bringen.  Bis auf einen Schicksalsschlag, der ungefähr in der Mitte des Buches stattfindet, fehlt in diesem Buch komplett die Spannung, was dazu geführt hat, dass das Lesen irgendwann schon fast langweilig wurde.


Die Autorin hat einen einfachen und leicht zu lesenden Schreibstil gewählt, der sehr gut zu den jungen Charakteren in diesem Roman passt. Einmal begonnen, ist man schnell in der Handlung angekommen. Leider wurde die Geschichte aber irgendwann langatmig, so das mir die Lust weiterzulesen irgendwann gefehlt hat und ich mich selber anspornen musste, um es zu beenden.


Ob Melissa, ihre Familie, oder Sam und Josh, so richtig überzeugen konnte mich keiner der Charaktere. Sie blieben mir bis zum Schluss eher blass und waren nicht zum Greifen nahe. Teilweise waren die Handlungen der Protagonisten schon gut nachvollziehbar, aber eben nichts  besonderes, wie ich es eigentlich gehofft hatte.


Ein Jugendbuch mit aktuellen Themen, wie Mobbing und die erste Liebe, das mich aber nicht wirklich überzeugen konnte. Die Charaktere blieben zu unscheinbar und blass, und die Handlung war nachher sehr langatmig. Es fehlte jegliche Spannung. Der christliche Aspekt kam viel zu kurz. Deswegen kann ich für das Buch auch nur 2,5 von 5 Leseratten vergeben.


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