Montag, 7. September 2015

[Rezension] "Die Welt ist kein Ozean" Alexa Hennig von Lange

" Leider sehr oberflächlich"

Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?

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Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin.


Als ich mich für dieses Buch entschieden habe, hatte ich wirklich große Erwartungen, die leider nicht erfüllt worden sind. Die Geschichte ist einfach zu oberflächlich. Man erlebt als Leser die Geschichte von Franziska, die ein Praktikum in einer Klinik für psychisch kranke Jugendliche absolviert und sich Hals über Kopf in Tucker verliebt, der seit dem Tod seiner kleinen Schwester keinen Ton mehr von sich gegeben hat. Aber Franziska schafft es in wenigen Tagen  ihn zu heilen, was die Ärzte zuvor in einem ganzen Jahr nicht geschafft haben. Dieses kam mir sehr überzogen und unglaubwürdig rüber. Zudem kamen mir viel zu wenig Emotionen rüber, was ich eigentlich bei der Thematik erwartet hatte. Das Buch  war Stellenweise schon richtig langatmig und ich hatte Probleme wirklich am Ball zu bleiben. Wer hier eine große Liebesgeschichte erwartet, mit vielen Emotionen, der ist auf dem Holzweg, denn das Ganze ist ziemlich distanziert und eher unromantisch. Zudem wird nicht näher auf  die psychischen Krankheiten, die Tucker und andere Kinder und Jugendliche haben, eingegangen, was ich sehr schade fand und letztendlich dazu geführt hat, das ich die Story zu oberflächlich fand.


Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig zu lesen und ziemlich einfach gehalten, was mir gut gefallen hat. Leider kam bei ihren Erzählungen meine Fantasie und das Kopfkino nicht auf Touren, also blieb die Geschichte sehr blass und unscheinbar.


Franziska mochte ich eigentlich sehr, auch wenn ich mich nicht wirklich auf sie einlassen konnte. Ihr Handeln war nicht immer realistisch, was ich sehr schade gefunden habe. Auch Tucker kam mir  Emotionsmäßig viel zu kurz. Seine Spontanheilung ist einfach sehr unrealistisch und  grenzt wirklich eher an ein Wunder.
Nellie, Franzis Freundin, mochte ich wirklich sehr gerne. Sie und ihre Taten, gaben dem Buch etwas Abwechslung und Spontanität.


Eine tolle Idee die hinter diesen Buchdeckeln steckt, die aber nicht wirklich zufriedenstellend umgesetzt wurde.  Die Charaktere blieben mir zu blass und ihre Handlungen waren teilweise sehr unrealistisch und überzogen. Ich vergebe hier 2,5 von 5 Leseratten

Danke an den  Verlag für das Leseexemplar.



[Bild und Textmaterial Quelle Amazon und das Bloggerportal]

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