Samstag, 1. August 2015

[Rezension] " Das Mädchen im Torhaus " Julie Klassen

"Nicht das, was ich erwartet habe"

Ein verlassenes Torhaus dient dient Mariah Aubrey als neues Zuhause. Verstoßen von ihrem Vater, muss sie sich ein neues Leben aufbauen. Nicht leicht für ein junges Mädchen im Jahr 1813. Doch Mariah hat eine Begabung: Sie ist eine talentierte Schriftstellerin und beginnt unter einem Pseudonym zu schreiben. Als der junge Marineoffizier Matthew das Anwesen übernimmt, gerät alles durcheinander. Mariah hat nicht damit gerechnet, sich jemals wieder zu verlieben.

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Julie Klassen arbeitet als Lektorin für Belletristik. Sie liebt die Welt von Jane Austen und alles, was damit zu tun hat. Geschichten schreibt sie schon seit ihrer Kindheit, mit "Die Lady von Milkweed Manor" gab sie ihr Roman-Debüt. Wenn sie nicht schreibt, reist Klassen gern, recherchiert, mag lange Wanderungen und kurze Nickerchen und einen Kaffee mit Freunden. Mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt sie in Minnesota (USA). Hier finden Sie mehr Informationen über die Autorin. 

Kennt ihr das, ihr freut euch auf ein Buch und dann plätschert die Story so vor sich hin und nix tut sich? Genau so ging es mir auch mit diesem Buch. Bis zur Hälfte des Buches passiert nichts Weltbewegendes und Spannung ist so gut wie überhaupt nicht zu finden. Die Protagonistin Mariah hat ein Geheimnis was ihre Vergangenheit betrifft. Sie wurde von ihrer Familie verstoßen. Doch als Leser erfährt man in der ersten Hälfte überhaupt nichts Näheres, es wird nur immer wieder erwähnt. Ansonsten ist nichts spannend und die Liebesgeschichte könnte auch besser beleuchtet werden und intensiver sein, was natürlich Ansichtssache ist, da nicht jeder schnulzige Liebesromane mag. Auch die Erotik ist in dem Buch so gut wie gar nicht vorhanden. Was nicht daran liegen muss, dass das Buch aus einem christlichen Verlag kommt. Denn ich hab schon etliche Romane dieser Verlage gelesen, in denen dieses auch, zwar dezent, aber vorhanden war. In der zweiten Hälfte werden dann die Geheimnisse gelüftet und die Story konnte zumindest soweit überzeugen, das ich das Buch weiter gelesen habe und bin zum Ende froh und stolz, das ich durchgehalten habe.

Der Schreibstil hingegen ist wirklich leicht und flüssig zu lesen und recht modern gehalten. Was ich sehr schön fand, sind die Zitate zu Beginn jeden Kapitels, unter anderem auch von Jane Aussten. Dies hat dem Buch einen gewissen Flair verliehen.

Tja zu den Charakteren fällt mir nun auch recht schwer etwas zu sagen, da sie mich nicht wirklich berührt und emotional begeistern konnten. Sie sind zwar gut und auch sehr real gestaltet, aber die Sympathie kam einfach nicht auf. Das kann aber bei jedem Leser anders sein. Eins kann ich aber sagen, und zwar das mir die Nebencharaktere oft besser gefallen haben als die Protagonisten, was ja auch etwas Gutes sein kann.


Nun ein Fazit zu ziehen, fällt mir echt schwer. Die erste Hälfte war so überhaupt nicht meins und ich hätte zur Halbzeit gerade mal knappe zwei Leseratten vergeben. Die zweite Hälfte konnte mich dann doch etwas mehr überzeugen und zu guter Letzt vergebe ich drei von fünf Leseratten, weil mir der Schreibstil, die Zitate und die Nebencharaktere gefallen haben und die Story doch noch etwas aufholen konnte.
Danke an den SCM Hänssler Verlag für das Rezensionsexemplar.

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