Mittwoch, 12. August 2015

[Karls Rezension] "Jahrhundert Trilogie" Ken Follet

"Das 20.Jahrhundert in einer Spannenden Familien-Saga"

Sturz der Titanen

Drei Länder. Drei Familien. Ein Jahrhundert.
Das zwanzigste Jahrhundert ist längst schon Geschichte geworden. Wie in seinen großen histori-schen Romanen entwirft Ken Follett in “Sturz der Titanen” ein gewaltiges Panorama einer ganzen Epoche, deren Dramatik alles Vorangegangene in den Schatten stellt: Europa 1914.
Eine deutsch-österreichische Aristokratenfamilie, die unter den politischen Spannungen zerrissen wird. Eine Familie aus England zwischen dem Aufstieg der Arbeiterschaft und dem Nieder-gang des Adels. Und zwei Brüder aus Russland, von denen der eine zum Revolutionär wird, während der andere in der Fremde sein Glück sucht. Ihre Schicksale verflechten sich vor dem Hintergrund ei-nes heraufziehenden Sturmes, der die alten Mächte hinwegfegen und die Welt in ihren Grundfesten erschüttern wird.
England. Ethel Williams, Kind einer Bergmannsfamilie aus Wales, ist Dienerin im Haus von Earl Fitz-herbert. Als sie von ihm ein Kind erwartet, wird sie in Schande entlassen. Aber Ethel lässt sich nicht entmutigen und beginnt für die Rechte der Frauen zu kämpfen.
Deutschland. Anders als sein konservativer Vater sehnt sich Walter von Ulrich nach einem demokra-tischen Deutschland. Als Militärattaché in London verliebt er sich Hals über Kopf in die emanzipierte Lady Maud. Am Tag vor der deutschen Kriegserklärung an Russland heiraten sie heimlich. Aber der beginnende Konflikt reißt die Liebenden auseinander.
Russland. Grigori und Lew Peschkow wachsen als Waisen auf. Während der rechtschaffene Grigori zum Revolutionär wird, gelangt sein leichtfertiger Bruder in Amerika zu Reichtum. Doch dann hat Lew keine Wahl, als sich zur Armee zu melden, und kehrt so als Soldat in die Heimat zurück.


Winter der Welt

Es ist eine Zeit des Umbruchs, eine Zeit der Finsternis. Aber auch der Hoffnung, die selbst das tiefste Dunkel erfüllt.
Während sich die Lage in Europa gefährlich zuspitzt, versuchen drei junge Menschen heldenhaft ihr Schicksal zu meistern: Der Engländer Lloyd Williams wird Zeuge der Machtergreifung Hitlers und entschließt sich gegen den Faschismus zu kämpfen. Die deutsche Adelige Carla von Ulrich ist entsetzt über das Unrecht, das im Namen des Volkes geschieht, und geht in den Widerstand, während die lebenshungrige Amerikanerin Daisy nur vom sozialen Aufstieg träumt – und eine bitterböse Überraschung erlebt!
Liebe und Hass, Anpassung und Widerstand bilden ein schicksalhaftes Geflecht vor dem großen Panorama des Zweiten Weltkriegs, der dramatischen Zeitenwende des zwanzigsten Jahrhunderts.

Kinder der Freiheit

Deutschland nach dem Mauerbau: Rebecca Hoffmanns Welt in Ostberlin scheint in Ordnung zu sein - bis sie durch Zufall erfährt, dass der eigene Mann sie seit Jahren im Auftrag der Stasi bespitzelt. Als sie ihn zur Rede stellt, begeht sie einen verhängnisvollen Fehler, den sie und ihre Familie ihr Leben lang bereuen sollen.
- In den USA erlebt George Jakes als Vertrauter von Justizminister Robert Kennedy hautnah den Kampf der Bürgerrechtsbewegung gegen Rassismus, Intoleranz und Ungerechtigkeit - und bekommt am eigenen Leib zu spüren, was es heißt, ein Farbiger zu sein.
- Cameron Dewar ist Republikaner, aber auch er kämpft unbeirrt für seine Überzeugungen. Als CIA-Agent muss er sich in einer Welt aus Täuschung, Lügen und Intrigen zurechtfinden.
- Ähnlich geht es Dimka Dworkin, dem jungen Berater von Nikita Chruschtschow, als sich Sowjetunion und USA in einen Konflikt stürzen, der die Welt an den Rand des Atomkriegs führt. Seine Schwester Tanja begibt sich als Journalistin an die Brennpunkte des Geschehens, von Moskau über Kuba bis nach Prag und Warschau - dorthin, wo Weltgeschichte geschrieben wird.
Der in sich abgeschlossene Roman erzählt die miteinander verbundenen Schicksale von Menschen aus Ost und West vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen vom Anfang der Sechziger- bis zum Ende der Achtzigerjahre.


Ken Follett, Autor von über zwanzig Bestsellern, wird oft als „geborener“ Erzähler gefeiert. Betrachtet man jedoch seine Lebensgeschichte, so erscheint es zutreffender zu sagen, er wurde dazu „geformt“. Ken Follett wurde am 5. Juni 1949 im walisischen Cardiff als erstes von drei Kindern des Ehepaares Martin und Veenie Follett geboren. Nicht genug, dass Spielsachen im Großbritannien der Nachkriegsjahre echte Mangelware waren – die zutiefst religiösen Folletts erlaubten ihren Kindern zudem weder Fernsehen...

Drei Bücher, über 3200 Seiten, fünf Familien auf 3 Kontinenten, das sind die Eckdaten von Ken Follett`s  Trilogie um das 20. Jahrhundert. Die fünf Familien leben zu beginn in Russland, Deutschland, England und den USA. Anhand ihres Lebens schildert Ken Follett die Ereignisse des 20. Jahrhundert und wie es das Leben der Menschen und die Länder in denen sie Leben verändert.
Die russische Revolution, der Kampf der Arbeiter um mehr Rechte in England, der Weg in den 2.Weltkreig in Deutschland  und der Aufstieg Amerikas sind die Themen des ersten Teils. Im zweiten Teil wird die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Ende des 2. Erzählt, der dritte reicht schließlich bis zum Fall der Mauer in Berlin.
Wie diese Ereignisse das Leben der Menschen verändern, wie die fünf Familien am Ende über viele Ecken verbunden sind. Das ist die Geschichte dieser Trilogie

Die Bücher sind leicht zu lesen und verständlich. Jedem Buch liegt ein Stammbaum der Familien bei. 

Mit  den diversen Charakteren kann man sich gut anfreunden. So unterschiedlich wie Menschen nun mal sind, so unterschiedlich sind sie dargestellt.

Die Geschichte um die fünf Familien ist Fiktion, die  geschichtlichen Daten aber Realität. Das Buch ist eine schöne Reise durch das vergangene Jahrhundert und beleuchtet viele Ereignisse, so dass man durchaus das ein oder andere neue erfährt. Das 20 Jahrhundert gilt in der Geschichte als das ereignisreichste Jahrhundert. Die Frage ist, können drei Bücher dem gerecht werden? Die Antwort,  leider nein.  Die Geschichte als solches ist gut, spannend, mit Drama, liebe, Hoffnung, und A-Ha-Momenten. Die Geschichte hat aber auch Punkte die fehlen. So verliert Ken Follett nicht einen Satz über die Raumfahrt, unser Leben wäre ganz anders ohne die vielen „ Abfallprodukte“ aus der Raumfahrt Technologie. Aber auch zum Judentum, die Entstehung des Staates Israel, und der daraus entstehende Nah-Ost Konflikt findet keine Erwähnung. Follett wollte vielleicht nicht den Rahmen sprengen, ich persönlich aber  hätte es gut und besser gefunden statt drei dann eben vier Teile zu schreiben

Ich vergebe hier gute vier von fünf Leseratten und dennoch eine Leseempfehlung, es lohnt sich.



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