Montag, 31. August 2015

[Karl´s Rezension] "Die Brücke" Monica Byrne

 "Ein Road-Roman aus naher Zukunft    …… "


Eine bessere Zukunft?

Wir schreiben das Jahr 2068: Die Vereinigten Staaten und Europa sind in die Bedeutungslosigkeit gefallen, Indien und Äthiopien dagegen die stärksten Wirtschaftsmächte der Welt, deren Mega-Cities ständig mit Energie versorgt werden müssen. Zu diesem Zweck wurde der TRAIL erfunden – eine gigantische schwimmende Pontonbrücke, die über das Arabische Meer verläuft, Indien mit Äthiopien verbindet und Sonnenlicht in Strom umwandelt. Doch der TRAIL ist auch die letzte Hoffnung für die, die in den pulsierenden Riesenstädten Indiens keinen Platz mehr finden: Sie wandern über den TRAIL nach Afrika – für sie ist er die Brücke in eine bessere Zukunft. So wie für Meena und Mariama, die einander nicht kennen, aber deren Schicksal auf vielfache Weise miteinander verknüpft ist ...

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Monica Byrne wurde in Harrisburg, Pennsylvania, als das jüngste von fünf Kindern geboren. Sie studierte Biochemie am Wellesley College und Geochemie am MIT. Sie arbeitete in den verschiedensten Berufen, bevor sie ihre wahre Berufung im Schreiben fand. Inzwischen hat sie mehrere Theaterstücke und ihren von der Presse gefeierten Debütroman Die Brücke veröffentlicht. Monica Byrne lebt und arbeitet in Durham, North Carolina.

Im Jahre 2068 hat sich das Machtgefüge der Welt verschoben.  Indien ist die beherrschende Weltmacht, und Afrika lebt und leidet unter der Ausbeutung der Inder. Die Geschichte handelt von zwei Frauen, eine in Indien, eine in Afrika, beide entfliehen ihrem bisherigen Leben, und machen sich auf die Suche nach Antworten auf Fragen die ihr Leben begleiten. Während die eine, Meena von Indien nach Afrika, über eine 4000 kilometerlange Seebrücke, Trail genannt, wandert, entflieht die andere, Mariama aus der Sklaverei nach Addis der Hauptstadt Äthiopiens .

Das Buch ist in einem einfachen aber poetischen Stiel gehalten. Nicht immer erschließt sich dem Leser der Sinn der Erzählung. Die Geschichte der beiden Frauen wird abwechselt erzählt.

Für ihre Stärke und den Mut verdienen beide Charaktere Anerkennung, Sympathien kamen bei mir aber nicht wirklich auf.


Zunächst mal entspricht der Klappentext nicht ganz dem Inhalt. Ich hatte gehofft etwas mehr über eine Welt in naher Zukunft zu erfahren, aber vieles wurde nicht erwähnt, oder blieb offen. Insbesondere Meena erzählt während ihres Trail Laufs vieles aus ihrem Leben, das ist nicht immer interessant. Meist dreht es sich  um ihr Sexualleben,  das erfordert ein wenig Durchhaltevermögen. Etwas interessanter gestaltete sich die Flucht von Marima aus der Sklaverei. Vom Ende des Buches war ich sehr enttäuscht. Ein konfuses Ende, dass  den Leser mit vielen Fragen zurück lässt.  Das Buch fällt somit für mich in die Kategorie: Kann man lesen, aber wer’s nicht liest hat auch nichts verpasst
Leider kann ich nur zwei von fünf Leseratten vergeben.


Danke an Randomhouse, für das Rezesnionsexemplar.

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