Donnerstag, 4. Juni 2015

[Rezension] "Ein Jahr voller Wunder"

"Ein lesenswertes Zukunftsszenario"


Julia sitzt mit ihren Eltern Joel und Helen gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erde dreht sich plötzlich langsamer. Tage und Nächte werden länger. Jegliche Orientierung geht verloren. Auf einmal ist alles anders. Denn auf einmal könnte jede Entscheidung die letzte sein. Als Julias Vater mit dem Gedanken spielt, seine Frau für Julias Klavierlehrerin zu verlassen, die sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken lässt. Und Julias Mutter gegen ihre Depressionen ankämpft. Und als Julia sich zum ersten Mal verliebt ..

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Karen Thompson Walker, Anfang dreißig, geboren und aufgewachsen in San Diego, Kalifornien, hat an der UCLA und an der Columbia University studiert. Sie schrieb "Ein Jahr voller Wunder" in den Morgenstunden, bevor sie ihrer Arbeit als Lektorin in einem Verlag nachging. Der Roman erregte großes Aufsehen, wurde zum New-York-Times-Bestseller und erscheint in 26 Ländern. Karen Thompson Walker lebt mit ihrem Ehemann in Brooklyn, New York.


Mit diesem Buch hat die Autorin  Karen Thompson Walker ein gar nicht so unmögliches Zukunftsszenario geschaffen, welches einen zum nachdenken anregt und einen  gleichzeitig erschaudern lässt. Was würden wir in der Situation machen, wenn die Tage immer länger würden und es keinen normalen Tag und Nachrythmus mehr geben würde? Vögel fallen in Scharen tot vom Himmel. Die Menschen neigen zu Panikkäufen. Tsunamis und Hurrikans geschehen immer öfter. All das geschieht, weil sich die Erde immer langsamer dreht und es ist kein Ende absehbar. Dieses Szenario  wird dem Leser durch die Sicht der 11. jährigen Julia geschildert, deren Welt gerade völlig Kopf steht. Ihre Mutter fängt an Lebensmittel zu horten und sieht schon das Ende nah. Julias Vater hingegen vergnügt sich mit Julais Klavierlehrerin. Julias beste Freundin will nichts mehr von ihr wissen. Ich fand die Geschichte sehr interessant, jedoch war sie manchmal etwas langatmig und es fehlte  ein durchgehender Spannungsbogen. Dennoch habe ich das Buch an zwei Abenden verschlungen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird nur aus der Sicht von Julia erzählt, was das Ganze etwas einseitig wirken lies.  Karen Thompson Walker beschreibt die Geschehnisse sehr gut und bildhaft, so dass man sich als Leser schnell auf die Handlung einlassen kann.
Außer Julia blieben alle anderen Charaktere eher blass und unscheinbar. Ich hätte mir gewünscht, dass man auch mal etwas aus der Sicht von anderen erfährt und nicht nur aus einer Perspektive. Die Autorin hat aber geschafft, die Gefühle von Julia gut rüber zu bringen. Man fühlt als Leser mit ihr und kann sich gut in sie hinein versetzen.Dennoch fand ich die Charaktere etwas monoton. Sie haben sich nicht wirklich entfalten können.
  Die Autorin  Karen Thompson Walker hat hier ein sehr nachvollziehbares und gar nicht so abwegiges Szenario erschaffen, welches ich an zwei Abenden gelesen habe. Leider waren einige Passagen etwas langatmig und zäh. Ich vergebe vier drei Leseratten.

Mein Dank geht an den Btb Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionexemplar

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