Mittwoch, 3. Juni 2015

[Gastrezension von Karl] "Tokio Kill" Barry Lancet

"Solider Krimi aus dem Land der aufgehenden Sonne. "

Jim Brodie, feingeistiger Experte für asiatische Kultur und zugleich in den Kampfkünsten bewandert, hat in Tokio die Ermittleragentur seines Vaters übernommen. Eines Tages suchen ihn der alte Akira Miura, ehemaliger Geschäftsmann und Soldat im Zweiten Weltkrieg, sowie sein dubioser Sohn auf. Miura fürchtet, dass ihm Feinde aus der Vergangenheit nach dem Leben trachten. Die Spur deutet auf die Triaden und auf ein schreckliches Kriegsverbrechen hin, dessen Ausläufer in die Gegenwart zu reichen scheinen. 12 Stunden später wird Miuras Sohn im Vergnügungsviertel Tokios ermordet aufgefunden, grausam verstümmelt. Brodie muss in die Welt der Geheimbünde und der Mächtigen eintauchen in einem Kampf um Schuld und Sühne, in dem ein Menschenleben nichts zählt …

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Barry Lancets große Liebe zu Japan nahm vor über 30 Jahren ihren Anfang. Nach einer ersten Asienreise beschloss Lancet, seine Heimat Kalifornien zu verlassen und für längere Zeit in Tokio zu leben. Er blieb über 20 Jahre in Japan, arbeitete bei einem großen Verlag und entwickelte zahlreiche Bücher vor allem über die japanische Kunst und Kultur. Als Lancet eines Tages aufgrund eines Missverständnisses stundenlang von der Tokio Metropolitan Police verhört wurde, beschloss er, einen Thriller zu schreiben: Sein Debüt Japantown war geboren.

Tokio Kill ist der zweite Teil einer Krimi Reihe um den in Tokio lebenden Kunsthändler und Detektiv Jim Brodie. Als der Sohn eines Klienten auf brutalste Weise ermordet wird, versucht Brodie in einem Geflecht aus chinesischen Geheimdiensten, japanischer und chinesischer Mafia Banden und Kunsträubern, den Täter zu finden. Die Spur reicht bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts, zum japanisch/chinesischen Krieg.
Die eigentliche Geschichte ist ein ziemlicher Routine Krimi. Was das Buch ausmacht sind die vielen japanischen Begriffe, Orte und Bräuche, die alle schön und einfach erklärt werden.
Das Buch ist einfach zu lesen. B.Lancet schreibt aus der Sicht von Jim Brodie.
 Die Figuren werden lebhaft beschrieben und man kann sich gut in sie hinein versetzten, insbesondere in Jim Brodie .
Man merkt dem Buch an, dass Barry Lancet schon lange in Japan lebt. Er beschreibt das Leben, die Städte, die Menschen und ihre Kultur sehr lebendig und unterhaltsam  ohne dabei weit abzuschweifen. Das ganze raubt  der Geschichte nicht die Spannung. Der „Krimi“ Teil an sich,  ist eher Durchschnitt mit den üblichen Zutaten. Von mir gibt es drei von fünf Leseraten.



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