Dienstag, 19. Mai 2015

[Gastrezension von Karl "Die Puppe" Mo Hayder

 "Krimi mit sozialkritischem Charakter"
 

Der 6. Fall für Jack Caffery
Als Zelda Lornton in der psychiatrischen Klinik von Bristol tot aufgefunden wird, glauben alle zu wissen, wer daran schuld ist – der Geist von Beechway, von dem erzählt wird, dass er nachts die Patienten in ihren Zimmern heimsucht und sie dazu treibt, sich selbst zu verletzen, manchmal sogar tödlich. AJ, der verantwortliche Pfleger, will an diese Gerüchte nicht glauben, doch die Klinikleitung hält ihn strikt an, die mysteriösen Vorkommnisse für sich zu behalten. Als dann der psychisch schwer kranke Isaac Handel unerwartet entlassen wird, hat AJ einen Verdacht. Isaac ist ein verurteilter Mörder, der seine Eltern auf brutale Weise umgebracht hat. Nach seiner Entlassung ist er plötzlich unauffindbar. Plant er erneut zuzuschlagen? AJ sucht Hilfe bei Detective Inspector Jack Caffery, der ganz und gar nicht an Geister glaubt..

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Mo Hayder avancierte mit ihrem Debüt, dem Psychothriller »Der Vogelmann« über Nacht zur international gefeierten Bestsellerautorin. Der Nachfolger »Die Behandlung« wurde von der Times zu einem der zehn spannendsten Thriller aller Zeiten gewählt. 2011 bekam Mo Hayder den »CWA Dagger in the Library« für ihr bisheriges Gesamtwerk, im Jahr darauf wurde »Verderbnis« mit dem renommierten Edgar Award für das beste Buch des Jahres ausgezeichnet. Die Autorin lebt heute mit ihrem Lebensgefährten und ihrer Tochter in Bath, England.



Der sechste Teil der Jack Caffery / Flea Marley Serie führt in eine Anstalt für psychisch gestörte Straftäter. Als eine Insassin ums Leben kommt behaupten die Insassen, dass ein Geist dafür verantwortlich ist. Der Sicherheitschef der Einrichtung findet raus was passiert ist, aber die Anstaltsleitung ist an einer Aufklärung nicht Interessiert. Nebenbei ist Caffery immer noch auf der Suche nach der verschwunden Frau aus dem fünften Teil der Serie.  Flea Marley weiß was, aber sie hüllt sich in Schweigen. Das Buch unterscheidet sich vollkommen von den anderen Teilen. Im Vordergrund steht die psychosomatische Anstalt für Schwerverbrecher,  ein lange zurückliegendes Verbrechen, um eine Liebe, um Gesellschaftliche Normen und es ist eine Anklage gegen die psychosomatische Unterbringung von Schwerverbrechern.

Das Buch ist einfach zu lesen. In abwechselnden Perspektiven wird die Geschichte unterschiedlich beschrieben.


Die Figuren werden lebhaft beschrieben. Alle Figuren haben beruflich und privat unterschiedliche Probleme und Sorgen, dass macht die Figuren nicht unbedingt sympathisch, aber real.


Der sechste Teil hat mich sehr überrascht. Ein Krimi ist der Roman nur zum Teil. Die sozialkritischen Elemente die Hayder bereits im 5 Teil fließen lies, sind hier noch verstärkt  und geben eine klare Botschaft ab. Laut Klappentext handelt das Buch von einem freigelassen Straftäter, dass tut es auch, aber nichts ist wie es scheint.  Doch das Buch endet mit einem Paukenschlag. Für mich eins der besten Bücher der Serie und wieder warte ich auf den nächsten Teil. Ich vergebe fünf von fünf Leseratten und eine LESEEMPFEHLUNG

Danke an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag, für das Rezensionsexemplar



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