Samstag, 4. April 2015

[Rezension] "Flüchten und Fliegen" Christoph

" Der Inhalt des Buches konnte leider nicht mit meinen Erwartungen mithalten."
Köln im Jahr 2049. Längst herrschen neue Gesetze in der Stadt am Rhein. Den Kölner Dom gibt es zwar noch - und doch ist alles anders. Nur wenige Auserwählte wie Anton und Milena haben das Glück, in einem der Dom-Türme zu leben - und doch schweben sie in Lebensgefahr. Denn wer auserwählt ist, wird unerbittlich gejagt. Eine Bande ist Anton und Milena im Auftrag der Stadt auf den Fersen, in einem Spiel um Macht, Liebe und den Erhalt eines der letzten großen Bauwerke der Menschheit. Ein packender Zukunftsroman!
Christoph Schmitz,  geboren 1961, studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Literatur. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Brasilien war er u.a. Journalist beim ARD-Hörfunk und Redakteur beim Spiegel. Heute ist er Kulturredakteur und Moderator beim Deutschlandradio in Köln und hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. "Flüchten und Fliegen" ist sein erster Jugendroman.
Das Buch liest sich laut Inhaltsangabe,  wie eine Jugenddystopie, doch beim Lesen wird schnell deutlich, dass die Geschichte nicht wirklich viel Futuristisches an sich hat. Ich fand die Handlung ganz ok. Anton zieht mit seinen Eltern in eine Gemeinschaft, die den Kölnerdom besiedeln. Seine Eltern sind Steinmetzte und werden auch als solche benötigt. Antons Eingewöhnungszeit wird beschrieben und wie er mit seinen neuen Freunden die neue Umgebung erkundet. Zudem wird auch die Thematik des Mobbings mit eingebaut, denn Anton wird als neuer Junge an der Schule, von eine Jugendbande mächtig gemobbt, dahinter verbirgt sich aber mehr, als man zuerst denkt. Alles im allen wird mir aber zuviel mit Straßen und Ortsangaben umher geworfen und ich denke mir, dass Jugendliche ab 12, mit den vielen Dombeschreibungen und Handwerksbegriffen, nicht wirklich viel anfangen können, sondern es erst langweilig finden könnten.
Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, wenn die vielen Ortsangaben nicht wären, die den Lesefluss meines Erachtens etwas behindern.
Anton und Milena waren meine Lieblingscharaktere, die mir schnell ans Herz gewachsen sind (soweit das nach 224 Seiten möglich ist) Schrecklich fand ich das Verhalten von Antos Eltern, die sich einen Dreck um ihren Sohn zu scheren schienen und ihn sogar als lästig empfanden.
Ein Jugendbuch das leider mehr versprochen hat als es in Wirklichkeit halten konnte. Ich kann nur  zwei von fünf Leseratten vergeben.

Mein Dank geht an den Boje Verlag, für das Rezensionexemplar.


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