Mittwoch, 29. April 2015

[Rezension] "Die Schneekönigin" Michael Cunningham



Der New Yorker Stadtteil Bushwick liegt jenseits von Brooklyn. In dieser Gegend sind die Mieten noch einigermaßen bezahlbar, die Häuser alt und die Leute nicht ganz so schick. Hier teilen sich die Brüder Tyler und Barrett eine Wohnung mit Tylers großer Liebe Beth, die unheilbar an Krebs erkrankt ist und um die sie sich beide aufopferungsvoll kümmern. Sie sind in den sogenannten besten Jahren und können es noch nicht ganz glauben, dass sich ihre Träume niemals erfüllen werden: Tyler, ein genialer Musiker, steht immer noch ohne Band und ohne Erfolg da. Aber er wird, das nimmt er sich vor und dafür sucht er sich heimlich Inspiration beim Kokain, das ultimative Liebeslied für Beth komponieren, ja, er wird es ihr bei der geplanten Hochzeit vorsingen ... Barrett, fast Literaturwissenschaftler, fast Startup-Unternehmer, fast Lord Byron, verkauft Secondhand-Designerklamotten in Beths Laden und trauert seinem letzten Lover nach, der ihn gerade schnöde per SMS abserviert hat. Als Beth sich wider alle Erwartungen zu erholen scheint, glaubt Tyler umso mehr an die Kraft der Liebe, während der Exkatholik Barrett sich fragt, ob das merkwürdige Licht, das er eines Nachts im Central Park amwinterlichen Himmel sah, nicht doch irgendwie eine göttliche Vision gewesen sein könnte …

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Michael Cunningham wurde 1952 in Cincinnati, Ohio, geboren und wuchs in Pasadena, Kalifornien, auf. Er lebt heute in New York City und Provincetown und unterrichtet Creative Writing an der Columbia University. Sein Roman "Die Stunden" wurde vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem Pulitzerpreis und dem PEN/Faulkner-Award, und wurde in 22 Sprachen übersetzt. Die überaus erfolgreiche Verfilmung "The Hours" mit Meryl Streep, Julianne Moore und Nicole Kidman wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. "Die Schneekönigin" ist Michael Cunninghams sechster Roman.

Dieses war mein erster Roman des Autors Michael Cunningham und leider Gottes muss ich sagen auch mein letzter. Die Geschichte an sich handelt von den zwei Brüder Tyler und Barret und Tylers krebskranker Freundin Beth, die zusammen in einer Wohnung leben. Beth Gesundheitszustand verschlechtert sich immerzu, bis zum dem Tag als Barret im Park eine ungewöhnliche Lichterscheinung hat. Einige Zeit später gilt Beth als geheilt, was niemand, schon garnicht die Ärzte, für möglich gehalten haben ,ein Wunder ? Ich persönlich fand die Handlung ist im Buch, durch den ausschweifenden und metaphorischen Schreibstil, unter gegangen. Dem Leser wird zwar deutlich gemacht, das jeder der drei sein Päckchen zu tragen und alles irgendwie miteinander verwoben ist, aber ich finde das Buch ist weder Fleisch noch Fisch. Ich hoffe ihr wisst was ich meine.Die Handlung hat mich weder berührt noch habe ich mit den Charakteren Mitgefühl oder ähnliches entwickelt. Zudem ist mir der Zusammenhang mit dem Märchen von H.C. Andersen, die Schneekönigin, noch immer nicht ganz klar.
Wie schon angedeutet, hat der Autor einen sehr anspruchsvollen metaphorischen Schreibstil, in dem es vor verschachtelten Sätzen nur so wimmelt. Teilweise kommt eine Seite mit sage und schreibe 4-5 Sätzen aus, so verwinkelt und verwirrenden ist es geschrieben. Zudem gefällt mir die auktoriale im Präsens erzählte Perspektive nicht, die mir zu kalt und unpersönlich ist. Also kurz um ein Buch das sich nicht leicht lesen lässt. Ich habe für manche Sätze mehrere Anläufe gebraucht, um sie zu verstehen.

Die drei Hauptcharaktere Barrett, Tyler und Beth konnten mir nicht ans Herz wachsen, sie haben mich noch nicht einmal berührt oder fesseln können. Das ganze Buch über kamen sie mir fremd vor, zudem konnte ich mir kein genaues Bild von ihnen machen, sie blieben schemenhafte Gestalten in einer verwirrenden Anhäufung von verschachtelten Sätzen.
Ein Buch, das ich, wenn es kein Rezensionsexemplar gewesen wäre, nie zu Ende gelesen hätte. Eine sehr anspruchsvolle Anhäufung von verschachtelten Sätzen, die mich nicht wirklich angesprochen haben. Und Charaktere die blass und nur schemenhaft zu erkennen waren. Von mir gibt es leider nur zwei von fünf Leseratten.


Mein Dank geht an den Luchterhand Verlag und das Bloggerprtal, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar.

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