Freitag, 10. April 2015

[Rezension] "Das Foto meines Lebens" Tamere Alexander

"Wieder ein toller und mitreißender Roman, aus der Feder der Autorin."
Colorado 1875 Elizabeth Westbrook ist Fotografin aus Leidenschaft – und eine der wenigen Frauen in diesem Metier. Im Auftrag einer großen Zeitung reist sie ins wilde Colorado. Dort will sie die faszinierende Landschaft und Tierwelt einfangen. Doch nicht nur ihre angeschlagene Gesundheit funkt ihr dazwischen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Jäger Daniel Ranslett, der sie durch die Wildnis führt, gestaltet sich schwieriger als erwartet. Der verschlossene, gutaussehende Südstaatler scheint ein trauriges Geheimnis mit sich herumzutragen. Als Elizabeth völlig unerwartet einen Mord mit ihrer Kamera einfängt, gerät sie in Lebensgefahr. Wird es Daniel gelingen, sie rechtzeitig aufzuspüren? Tamera Alexander fängt ihre vielschichtigen Charaktere vor der wunderschönen Landschaft Colorados ein und setzt sie effektvoll in Szene. Ein humorvoller, spannender und auch nachdenklicher Roman.
Tamera Alexander ist für ihre historischen Romane schon mehrfach mit dem Christy Award ausgezeichnet worden, dem bedeutendsten christlichen Buchpreis in den USA. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei erwachsenen Kindern in Nashville.
Mit diesem wundervollen Roman hat  Tamera Alexander mal wieder mein Herz erobert. Sie hat sehr viele Themen mit in das Buch einfließen lassen, wie zum Beispiel der Thematik von Frauen zur damaligen Zeit, die in einem Männerberuf Fuß fassen wollen,  oder die Thematik des Rassenhasses  gegen die schwarze Bevölkerung, auch nach Kriegsende. Dies alles hat sie natürlich mit einer wunderbaren Liebesgeschichte verknüpft, die mich sehr berührt hat. Natürlich darf bei ihren Roman auch der christliche Aspekt und somit der Glaube an Gott, nicht fehlen. Diese ist aber wie immer so toll in die Geschichte intrigiert, dass dieses Buch auch durchaus von Lesern, die nicht so viel mit Religion  zu schaffen haben, gelesen werden kann.
Tamera Alexander hat einen  tollen, leicht zu lesenden Schreibstil. Einmal in ihre Geschichte eingetaucht, kann man nicht genug davon bekommen. Als Leser kann man die Landschaft und die Umgebung förmlich vor Augen sehen. Ihre Romane sind wirklich Kopfkino pur.
Auch die Protagonisten sind wie immer sehr tiefgründig und authentisch dargestellt, so dass man sie schnell lieb gewonnen hat. Ich habe mit Elizabeth und Daniel  förmlich  mit gefiebert und  gelitten. Elizabeth ist für die damalige Zeit eine sehr selbstbewusste Frau, die versucht in einem Männerberuf Fuß zu fassen. Natürlich bekommt sie von allen Seiten Steine in den Weg gelegt, aber sie hält an ihren Träumen Fest. Daniel hingegen lebt wie ein Einsiedler, abgeschottet von den anderen. Er muss eine schwere Bürde mit sich tragen. Erst als er Elizabeth begegnet, beginnt er sich zu öffnen. Auch die Nebencharakter sind sehr gut dargestellt und runden das Ganze gekonnt ab.
Wieder einmal ein tolles Buch aus der Feder meiner Lieblingsautorin. Ich kann es nur jedem empfehlen, der gerne gut recherchierte und tiefgründige, historische Romane mag. Von mir gibt es volle fünf von fünf Leseratten, mit einem dicken Plus dahinter und eine absolute Leseempfehlung.

Mein Dank geht an den Francke Verlag, für das Rezensionsexemplar.

Hier gehts zu Leseprobe>>>

1 Kommentar:

  1. Hallo Petra,

    Danke für diesen Hinweis auf eine Autorin, die historische Romane schreibt. Denn das ist eine meiner Leserichtungen.

    Und klar schon mal ein tolles Wochenende..LG..Karin..

    AntwortenLöschen