Freitag, 20. Februar 2015

[Rezension]"Von Liebe und Widerstand: Magda & André Trocmé" Hanna Schott

"Eine berührende, wahre Geschichte von Heldenhaften Taten im zweiten Weltkrieg."
Ein französisch-russisch-italienisches Paar, das sich in New York kennenlernt und nach Indien reisen will, um Gandhi zu treffen ... Schon diese Geschichte bietet genug Stoff für ein Buch. Doch es geht weiter – ganz anders, als das junge Paar es plant, und mit zunehmender Dramatik. Die beiden landen in der tiefsten französischen Provinz, André als Pfarrer, Magda als Lehrerin. Doch als deutsche Truppen Frankreich besetzen, eröffnen sich ihnen ungeahnte Möglichkeiten, gerade weil sie „am Ende der Welt“ leben. Wie aus einem unscheinbaren Luftkurort im Zentralmassiv ein zentraler Ort der französischen Résistance wurde – und zwar der unbewaffneten –, erzählt Hanna Schott in diesem spannenden Buch so lebendig, dass die zeitliche Distanz zu verschwinden scheint. Eine Liebesgeschichte, ein zentrales Stück deutsch-französischer Geschichte und nicht zuletzt eine Geschichte von Mut und Zivilcourage, in der mehr als 3 000 Menschen, die meisten davon Kinder, vor dem sicheren Tod bewahrt wurden.
Die Autorin,  Hanna Schott,  hat hier eine sehr gute recherchierte und flüssig zu lesende Biographie über das Ehepaar Magda & André Trocmé geschaffen und es dabei sehr gut geschafft, die  eigentlich sehr verschiedenen und dennoch gleichgesinnten Charaktere realistisch wiederzugeben. Die erste Hälfte des Buches befasst sich ausschließlich mit der unterschiedlichen Lebensgeschichte der beiden. Denn Andre und Magda hätten unterschiedlicher kaum aufwachsen können, sei es vom Glauben an Gott her, oder den unterschiedlichen familiären Umständen. Leider fand ich persönlich diesen Teil des Buches, der immerhin fast die Hälfte dessen benötigt, etwas zu ausschweifend, so das die eigentliche, dennoch großartige  Handlung zu wenig Raum bekommt.
Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und entführt  den Leser in die Vergangenheit, die von den großartigen Taten der Trocmé gezeichnet ist.
Die Charaktere sind wunderbar wiedergegeben worden und haben meinen größten Respekt verdient. Immerhin hat das Ehepaar über 3.000 jüdische Kinder und Erwachsene geschützt und versteckt, dem wurde leider viel zu wenig Bedeutung beigemessen.
Eine sehr authentische, berührende und in Erinnerung bleibende Biographie. Von mir gibt es vier von fünf Leseratten.

1 Kommentar:

  1. Hallo und guten Morgen,

    sicherlich ein gutes Buch plus Geschichte, aber diese Art von Bücher sind einfach nicht Meines.
    Macht mich immer so traurig...

    LG..Karin..

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