Mittwoch, 14. Januar 2015

[Rezension] Der "Geschichtensammler" Thomas Franke

"Ein bewegender und ergreifender Roman, den ich an einem Tag verschlungen habe."
Berlin, 1945: In der zerstörten Hauptstadt tobt die letzte sinnlose Schlacht des untergehenden Dritten Reiches. Der junge Flakhelfer Rasmus Eichdorff scheut kein noch so großes Risiko, um seine heimliche Liebe Emmi in Sicherheit zu bringen. Doch dann gerät er in russische Kriegsgefangenschaft. Desillusioniert, dem Glauben entfremdet und in völliger Ungewissheit über den Verbleib der Frau, die er liebt, droht Rasmus in tiefer Verzweiflung zu versinken. Wären da nicht ein alter Soldat und eine Sammlung allegorischer Erzählungen, die Hoffnung und verschüttetes Gottvertrauen wieder aufkeimen lassen ... Ein faszinierender Roman über die Kraft von Geschichten. Und über den Autor der größten Geschichte der Welt.
Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag bekommen und wollte es nur kurz anlesen. Spätabends hatte ich es dann komplett durchgelesen, so gut hat es mir gefallen. Die  dramatische Geschichte von Rasmus in den wirren des zweiten Weltkrieges ist sehr bewegend und realistisch geschrieben. Nur die Geschichten die Rasmus auf dem langen, oft grausamen Weg der Kriegsgefangenschaft in Russland, von Mitgefangenen und Menschen die ihm helfen sammelt, schaffen es ihn am Leben zu erhalten und seinen Weg zurück zu seiner großen Liebe Emmi zu finden. Rasmus findet langsam seinen glauben an Gott wieder und sieht in kleinen Gesten und Handlungen anderer, oftmals ein Zeichen Gottes. Der Autor hat den christlichen Aspekt hier wunderbar in die Geschichte eingefunden, so dass sie auch für Leser, die nicht so gerne christliche Literatur lesen, geeignet ist.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, so wie ich es schon von anderen Romanen des Autors gewohnt war. Thomas Franke schafft es dem Leser durch seinen  bildhaften Schreibstil die Geschichte und Ereignisse nahezubringen.
Die Charaktere in diesem Roman, vor allem der Protagonist Ramsus, sind wirklich sehr real und authentisch wiedergegeben. Rasmus ist mir sofort ans Herz gewachsen und an bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auch die Nebencharaktere sind tiefgründig und sehr lebhaft beschreiben.
Ein absolut lesenswerter Roman, der bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird. Ich kann hier volle fünf von fünf Leseratten geben und eine absolute Leseempfehlung.
Danke an den Gerth Medien Verlag für das Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    so Kriegs-und Endekriegsgeschichten sind jetzt nicht so mein Lesebereich, aber wem es gefällt..wieso nicht.

    LG..Karin..

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  2. Wäre vielleicht auch nicht mein Beuteschema, aber eine schöne Rezi :)

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