Donnerstag, 18. Dezember 2014

[Rezension] "Eine wundersame Weihnachtsreise" Corina Bomann

"Ein ziemlich turbulenter Roadtrip zu Weihnachten mit Happy End"
Eigentlich kann Anna Weihnachten nicht ausstehen. Doch in diesem Jahr setzt sie sich ihrem Bruder zuliebe in den Zug, um mit der Familie zu feiern. Was folgt, ist ein Roadtrip der verschneiten Art: Nichts geht mehr, Anna muss sich mit Schneepflug und per Anhalter durchschlagen, und überall läuft in Dauerschleife »Last Christmas«. Doch anstatt ihre Entscheidung zu bereuen und sich auf die sonnigen Bahamas zu träumen, nutzt Anna die Gelegenheit, über ihre Familie und sich selbst nachzudenken. Corina Bomann erzählt eine zauberhafte Geschichte, die die Magie des Weihnachtsabends auf wunderbare Weise einfängt.
Gerade für Anna, die Weihnachten ja mal so überhaupt nichts abgewinnen kann, wird dieses Jahr das Fest zu einem spannenden Roadtrip. Auf diesem muss sie sich mit ihren Gefühlen und den Gründen, warum sie das Fest eigentlich verabscheut, auseinandersetzen. Dabei laufen ihr Menschen über den Weg, die so gerne bei ihren Liebsten wären, es aber aus den verschiedensten Gründen nicht sein können. Die ganze Geschichte hat mich irgendwie etwa ab der Hälfte des Buches an die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens erinnert, nur das hier eben normale Menschen den Weg der Protagonistin Anna kreuzen und nicht die drei Geister der Weihnacht. Es kommt aber aufs Selbe raus. Sie alle führen Anna die wahren Gründe von Weihnachten wieder vor Augen und lassen sie klarer sehen, wieso sie so lange das Fest der Liebe verabscheut hat.
Das Buch ist in einem leicht zu lesenden Schreibstil geschrieben, der aber jetzt auch nicht wirklich was besonderes ist. Ich würde sagen schön zu lesen, mehr aber auch nicht.
Die Hauptprotagonistin Anna, war mir zwar sympathisch, konnte mir aber auch nicht so wirklich ans Herz wachsen. Warum kann ich eigentlich nicht genau sagen. Am besten im Buch haben mir die drei alten Damen gefallen, denen Anna auf eine Autobahnraststätte begegnet und die Annas  ihre Abscheu gegen Weihnachten zum ersten Mal hinterfragen lassen. Alles in allem nette, kunterbunte Charaktere, von denen außer den drei alten Damen,  alle wieder schnell  in Vergessenheit geraten.
Ein schöner Weihnachtsroman, der dem Sinn der Weihnacht näher auf den Grund geht, aber in der ersten Hälfte auch ein paar Längen aufweist. Die zweite Hälfte hingegen hat mir wirklich gut gefallen. Ich vergebe hier 3,5 von 5 Leseratten.

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