Sonntag, 2. November 2014

[Rezension] " Zertrennlich " Saskia Sarginson

!Sehr aktuelles und dramatisches Thema. Leider ziemlich verworrener Schreibstil und  Streckenweise sehr langatmig!


Eine bewegende und fesselnde Reise zu den dunklen Geheimnissen einer Kindheit, die aus einem unzertrennlichen Ganzen zwei Schwestern machte, die einander wie Fremde erscheinen. Ein flirrender Sommer an Englands Ostküste. Die Zwillingsschwestern Viola und Isolte sind durch duftende Kiefernwälder gestreift, haben auf nebelüberfluteten Lichtungen längst vergessene Sagengestalten beschworen und den scharfen, salzigen Wind des Meeres geatmet. Doch nun, fünfzehn Jahre später, scheinen die beiden nichts mehr gemein zu haben. Während Isolte sich mit verzweifelter Lebensfreude der Welt entgegenwirft, hungert Viola sich in den sicheren Tod. Während eine der Schwestern sich verbissen an ihre Ziele und Pläne klammert, wünscht die andere nichts sehnlicher, als sich aufzulösen und ihrer Vergangenheit zu entkommen. Welcher unaussprechliche Schrecken ist geschehen in jenem Sommer, als alles möglich schien und der das Erwachsenwerden zweier Zwillingsschwestern so unerbittlich bestimmt?
Die Handlung des Buches ist wirklich  tragisch und immer wieder brandaktuell. Zwei Zwillingsschwestern, die sich so nahe standen und die sich  durch ein schreckliches Ereignis auseinander gelebt und in zwei völlig unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Isolte ist er die ruhigere und bodenständigere. Sie  hat  einen Freund  einen Job (den sie gerade verloren hat) eben ein relativ normales Leben. Viola hingegen hungert sich zu tode. Sie liegt im Krankenhaus und muss zwangsernährt werden. Man erfährt von dem Leben der Zwillinge mit ihrer Mutter, die zuerst in einer Kommune groß geworden sind und später dann als Eigenversorger in einem  Haus im Wald gelebt haben. Die Mutter ist so der typische Hippie der 70er Jahre und dem Alkohol verfallen.Vom Vater fehlt jede Spur. In dem Buch wird ziemlich häufig in den Zeiten hin und her gesprungen. Mal in der Vergangenheit, mal in der Gegenwart, und dazu noch im Wechsel aus der unterschiedlichen Perspektive der beiden Zwillinge. Es gibt aber nie eine Zeitangabe  über den Kapiteln, so das man immer mal erst ein bisschen lesen muss, um überhaupt zu wissen, wo man den gerade ist und von wem den jetzt die Rede ist. Das hat mir nicht wirklich gefallen. Ich fand es sehr verwirrend und hat die Handlung sehr beeinträchtigt. Die Gefühle der Mädchen/Frauen kamen deshalb, meiner Meinung nach, auch etwas zu kurz. Denn wenn man nicht so wirklich in ein Buch hinein gefunden hat, können einen die Charaktere und deren Schicksale auch nicht so wirklich berühren.
Wie oben schon erwähnt, fand ich den Schreibstil ziemlich verwirrend. Es liest sich nicht so richtig flüssig, wie ich es gerne mag und das viele hin und her zwischen den Zeiten, ohne jegliche Information, wo und von wem es gerade handelt, hat mir die Freude am lesen genommen.
Beide Protagonistinnen konnten mich nicht so wirklich berühren, da ich von  den ersten Seiten des Buches nicht wirklich mit dem Schreibstil zurecht gekommen bin. Ich weiß das viele das Buch total toll gefunden haben. Bei mir ist es leider nicht so gut angekommen. Was ich sehr schade finde, dennn da Potenzial war vorhanden.
Ein Buch mit viel Potenzial, aber einem sehr verwirrenden Schreibstil und zuhäufigen  Zeitsprüngen.
Deshalb kann ich nur zwei von fünf Leseratten vergeben.


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