Dienstag, 11. November 2014

[Rezension] "Das Mädchen mit dem Haifischherz" Jenni Fagan

"Hier wird, au ziemlich verrückte Art und Weise,das Leben einer schwer erziehbaren Jugendlichen in" einer Besserungsanstalt  geschildert. Ich würd sagen gewöhnungsbedürftig.
Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht. Das Panoptikum, ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der Provinz, scheint wie gemacht für Anais, die mittlerweile sowieso denkt, sie sei ein Experiment, das Objekt einer Reihe von Versuchen, die zeigen sollen, wann ein Mensch zerbricht. Während Anais mit ihrer schwierigen Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein Fürsorgesystem boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt, findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn, du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen ...
Ich hatte von dem Buch schon viel gehört und muss sagen ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen. Leider konnte es mich dann doch nicht so vom Hocker hauen. Die Geschichte von Anais ist schockierend  und  teilweise sehr ordinär geschrieben. Der Sprachgebrauch der Autorin hat mir nicht wirklich gefallen. Zudem kommt der alltägliche und in meinen Augen verherrlichte Drogengebrauch von Anais und den anderen Insassen des Panoptikums hinzu. Anais hat sicherlich in ihren 15 Lebensjahren schon viel Leid ertragen müssen und man  findet als Leser schnell heraus, dass viele ihrer Straftaten an Menschen begangen wurde, die es eigentlich nicht besser verdient haben,aber rechtfertigt das alles ???
Den vulgären, geradezu aggressiven  Schreibstil fand ich von Anfang an störend. Er hat es mir schwer gemacht ins Buch hinein zu finden. ich musste mich immer wieder aufraffen, dass Buch erneut in die Hand zu nehmen um es weiter zu lesen.
Ich konnte von Anfang an nichts mit den Protagonisten des Buches anfangen. Sie blieben mir fremd und ich habe keinerlei Beziehungen zu ihnen aufbauen könne.Was sicherlich an dem, für mich erschreckenden( abschreckenden) Schreibstil lag.
Leider ein Buch, was bei mir nicht  so gut angekommen ist und was mir nicht wirklich gefallen hat. Deswegen gibts von mir nur gerade mal zwei von fünf Leseratten.

Kommentare:

  1. Hallo Petra,

    ich finde es total schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat. Ich bin ja ein Fan von Anais. Der Schreibstil ist wirklich sehr ungewöhnlich und man muss es einfach schaffen, hinter diese Fassade zu blicken. Dass das nicht jedem gelingt, habe ich schon in vielen Rezis lesen können.


    LG
    Anja

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    1. Huhu, ja das stimmt. Das ist ein Buch, entweder gefällt es einem absolut oder überhaupt nciht ;) LG Petra

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