Donnerstag, 4. September 2014

[Gastrezension von Karl ] zu "Das wirst du bereuen" von Amanda Maciel

"Eine Geschichte über Mobbing, unter Schülern, 
mit fatalen Folgen"
Authentisch. Zeitgemäß.Lesenswert.
Wenn ihr mehr erfahren wollt....
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Emma ist tot, und alle sind überzeugt, dass Sara schuld daran ist. Zusammen mit ihrer besten Freundin Brielle wird sie angeklagt, ihre Mitschülerin Emma gemobbt und in den Tod getrieben zu haben.
Dabei war es doch Emma, die sich an Saras Freund Dylan rangemacht hat, kaum dass sie neu in der Klasse war! Sara und Brielle finden: Emma ist selber schuld, dass daraufhin auf Facebook fiese Gerüchte über sie verbreitet wurden. Und es ist nicht ihr Problem, dass sich die Dinge dann irgendwie verselbstständigt haben. Doch nach Emmas Tod ändert sich alles: Nun ist es Sara, die von allen Seiten angegriffen wird... Ein provozierender und unvergesslicher Roman über Opfer und Täter - und darüber, dass die Wahrheit oft viel komplizierter ist, als man auf den ersten Blick denkt.


Die Autorin Amanda Maciel beschreibt in ihrem Debüt Roman eine Geschichte um Mobbing unter Jugendlichen, an einer Amerikanischen Schule.  Die 17 jährige Sara ist angeklagt, zusammen mit ihrer Freundin Brielli, die Mitschülerin Emma in den Selbstmord getrieben zu haben. Zusammen haben sich die beiden immer neue und gemeinere Methoden erdacht, um die neue Mitschülerin Emma, zum Verlassen der Schule zu bewegen, weil diese sich an alle Freunde ran macht  und diese nach kurzer Zeit wieder Fallen lässt. Mit schrecklichen Folgen, Emma begeht Selbstmord.

Amanda Maciel schreibt die Geschichte im Wechsel, aus der Sicht einer der Beschuldigten, vor und nach dem Selbstmord . 

Die ganze Geschichte wird aus der Sicht der 17 Jährigen Sara erzählt. Somit erfährt man eigentlich nur ihre Sichtweise. Vom Mobbingopfer  erfährt man  nicht viel .

Mobbing hat viele Gesichter und Formen. Auch an Schulen kommt Mobbing vor. Da das Buch nur aus der Sicht eines der Mobber erzählt wird , kommt die Gefühlswelt des Opfers etwas zu kurz. Ich habe mich beim Lesen selber gefragt ob es überhaupt echtes Mobbing ist,  denn obwohl Emma  gemobbt wird und sie auch gesagt bekommt was man von ihr hält, ändert sie ihr Verhalten nicht. Das ist für ein Mobbingopfer untypisch
( Ich bin selber Opfer von beruflichem Mobbing ). Normalerweise reagieren Mobbingopfer damit, dass sie sich zurückziehen, mit sich selber hadern,ja die Schuld bei sich suchen. All das fehlt hier. Auch die Frage, warum sie nicht einfach die Schule wechselt, warum sie sich  so verhält, bleibt unbeantwortet. Das man von 16 ,17 Jährigen nicht unbedingt ein rücksichtsvolles und überlegtes Handeln erwarten kann, ist sogar medizinisch erwiesen, insofern kann ich sogar die frage um die es geht, warum Sara überhaupt für den tot verantwortlich gemacht wird, verstehen. Denn Emma hat genauso Schuld auf sich geladen. Das Mobbing kam nicht ohne Grund und wenigstens der Versuch einer Aussprache, von Emma mit ihren Peinigern, hat es nie gegeben. Man darf nicht versuchen, die Geschichte mit der Vernunft eines Erwachsenen zu begreifen. Jugendliche haben nicht umsonst Eltern und Lehrer und auch die haben Mitschuld an der Tragödie Ich vergebe hier gute 3,5 von 5 Leseratten.
Danke an den Boje Verlag, für das Rezensionsexemplar


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