Montag, 4. August 2014

Rezension zu "Im dunklen Licht der Tage" von Lydia Syson

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 21.07.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 21.07.2014 
  • Autor/in :Lydia Syson
  • Verlag : Oetinger
  • ISBN: 9783789147517
  • Fester Einband: 320 Seiten
  • Sprache: Deutsch 
  • Genre: Jugendbuch


Die Liebe in Zeiten des Krieges: ein wunderbarer Sehnsuchtsroman. Die 17-jährige Felix meldet sich freiwillig als Krankenschwester im spanischen Bürgerkrieg und hofft, dort Nat wieder zu treffen, der für die Internationalen Brigaden kämpft und in den sie sich zu Hause in London Hals über Kopf verliebt hat. Doch da ist auch noch George, den sie schon seit Ewigkeiten kennt und der schon fast genauso lang in sie verliebt ist. George macht sich aus Sorge um Felix ebenfalls auf den Weg nach Spanien. Ein hinreißender Liebesroman vor großartiger Kulisse, voller Leidenschaft, Hingabe und überwältigender Gefühle. Ein Konflikt zwischen Idealismus und Realität, berührend wie "Der englische Patient".


Das Buch bietet dem Leser einen erschreckenden Einblick in das Leben während eines Krieges, direkt an der Front. Drei Junge Menschen stehen hier im Mittelpunkt Felix (Felicity), Nat und George. Sie alle drei landen aus unterschiedlichen Gründen mitten im spanischen Bürgerkrieg. Sei es als Krankenschwester, Kämpfer für die Brigaden oder aber im Geoges Fall, um Felix zu suchen. Jeder von ihnen erlebt die Schrecken und das Leid des Krieges am eigenen Leib. Dieses hat die Autorin wirklich gut rüber gebracht. Stellenweise war das Buch wirklich heftig und hat mich sehr betroffen gemacht. Besonders weil es ja gerade wieder aktuell zu solchen Schreckensszenarien kommt, siehe Gaza und Ukraine. Ich finde das Buch hätte aber etwas länger sein können. Die Geschichte ist einfach zu Komplex um sie in ein 300 Seiten Roman zu packen. Ich hätte mir gerade die Zwischenmenschlichen Szenen der Protagonisten, etwas ausführlicher gewünscht. Aber die Liebesgeschichte steht hier nun mal nicht im Vordergrund.

Der Schreibstil der Autorin ist zwar recht flüssig zu lesen, doch er wirkt auf mich stellenweise eher wie ein Bericht, gerade wenn es um die Beschreibung der Kriegsszenen kam. Auch wenn die drei Hauptpersonen miteinander agieren, kam bei mir keine Wärme rüber. Das soll nicht heißen, dass ich sie nicht mochte und nicht mit ihnen gelitten habe, aber es war teilweise irgendwie so kalt. Ich denke mal das es auch so gewollt war, es sollte wahrscheinlich die Kälte des Krieges vermitteln. Mir persönlich hat das aber nicht ganz so gut gefallen.

Das Buch wird aus der Sicht der drei Hauptprotagonisten, immer im Wechsel erzählt, was mir gut gefallen hat. Alle drei waren sehr starke Charaktere, aber sie blieben mir dennoch zu blass. Ich konnte das ganze Buch über keine wirklichen Gefühle zu ihnen  aufbauen, was wohl eher daran lag, weil einfach die erschreckende Geschichte des Krieges so präsent war und alles andere überschattet hat.


Ein bewegendes Buch. Ein Stück Zeitgeschichte mit erschreckenden Szenarien. Ein Buch welches zum nachdenken anregt. Ich kann das Buch jedem der vor dieser Thematik nicht abgeneigt ist empfehlen.
Von mir gibt es vier von fünf Leseratten, weil ich fand, die Charaktere kamen zu kurz. Dennoch ein wirklich gutes Buch.











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