Dienstag, 22. Juli 2014

Rezension von "Der Apfelsammler" von Anja Jonuleit

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.07.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 01.07.2014 
  • Autor:/in: Anja Jonuleit
  • Verlag : DTV
  • ISBN: 9783423260176
  • Flexibler Einband: 304 Seiten
  • Sprache: Deutsch 
  • Genre: Romane  



Nach der Trennung von ihrem Freund reist Hannah nach Castelnuovo in Umbrien, um das Erbe ihrer geliebten Tante Eli anzutreten: ein kleines Steinhaus voller Rätsel. Beim Aufräumen fallen ihr alte Briefe von Eli in die Hände, und sie beginnt zu lesen … In diesen Tagen erkundet Hannah Castelnuovo, Elis zweite Heimat. Als sie zufällig auf ein Grundstück mit seltsam verbrannten Obstbäumen gelangt, wird sie unsanft von dort vertrieben. Dorfbewohner erklären ihr später, dass der schroffe Fremde harmlos und seine Leidenschaft das Züchten alter Obstsorten sei. Aus unerfindlichen Gründen hatte sich Eli einst mit dem »Apfelsammler« angefreundet, und auch Hannah sucht seine Nähe. Ist er der Schlüssel zu Elis Geheimnis?




Die Autorin "Anja Jonuleit" hat hier eine beeindruckende Familiengeschichte erschaffen, die sie durch eine wunderbare Atmosphäre dem Leser nahe bringt. Das Buch wird in Zwei unterschiedlichen Handlungssträngen erzählt, die sich zum Ende hin zu einem großen Ganzen zusammenlaufen. Der Leser wird in die 60ger Jahre entführt und lernt dort Eli kennen und lieben. Sie hat es als junges Mädchen wirklich schwer. So muss sie jede freie Minute die sie hat, der Arbeit auf dem Elterlichen Hof opfern, zumal ihr Vater ein schrecklich herrschsüchtiger Tyrann ist. Er steht auf dem Standpunkt, dass Frauen keine großartige Bildung brauchen sonder die Arbeit in  Haus und Hof ihre einzige  Perspektive ist die ihnen zustehen würde.
Da Eli sich damit aber nicht zufrieden geben will, wird sie schwer gedemütigt und misshandelt. Als sie sich dann noch in einen italienischen Gastarbeiter verliebt, beginnt für sie die Hölle auf Erden.
Dann schwenkt die Autorin in die heutige Zeit und wir lerne  die  lebensfrohe uns spontane Hannah kennen. Diese bekommt mitgeteilt, dass ihre Tante Eli gestorben ist und sie nach Italien fahren muss, um sich u deren Nachlass zu kümmern. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Hannah  noch nicht, dass sich dadurch ihr ganzes Leben verändern wird.


Das Buch ist sehr schön  geschrieben und vermittelt dem Leser sehr viel Ambiente und Atmosphäre der 60ger Jahre und auch des wunderschönen Italiens. Man kann Land und Leute förmlich vor sich sehen und wird mitgenommen auf diese Reise. Zudem lässt sich das Buch sehr leicht und flüssig lesen, was vor allem an den schönen kurzen Abschnitten liegt und das ständige wechseln der Perspektiven.


Das Buch hatte für mich zwei Hauptfiguren, die klar im Vordergrund standen, Eli und Hannah. Ich für meinen Teil konnte mich mit Eli sofort anfreunden und habe sie in mein Herz geschlossen. Ich konnte mich voll und ganz auf ihre Gefühle und ihr Handeln einlassen und habe mit ihr gelitten und mich mit ihr gefreut.
Mit Hannah hingegen bin ich nicht so richtig warm geworden. Sie ist mir immer ein wenig fremd geblieben.Ihre Geschichte hat mich lange nicht so interessiert wie die von ihrer Tante Eli, auch wenn beide doch so stark miteinander verwoben waren.Nichts desto trotz, waren alle Charaktere sehr realistisch und tiefgründig und konnten mich sehr gut unterhalten.



Ein wirklich guter Familien Roman. Mit starken und tollen Charakteren. Wobei mir die Geschichte aus  der Sicht von Eli deutlich besser gefallen hat. Ein Roman zum eintauchen und genießen. Ein Roman den man lesen sollte wenn man Familiengeschichten mag. Ich vergebe hier vier von fünf Leseratte.



1 Kommentar:

  1. Ich könnte nicht sagen, ob mir die Figur von Hannah oder Eli besser gefallen hat. Eli hat halt zu einer anderen Zeit gelebt und Hannah war da wesentlich cooler drauf.

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