Sonntag, 18. Mai 2014

Rezension zu " Mörder ante Portas" von Ava Fuchs

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 29.03.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 29.03.2014
  • Verlag : books2read Verlag
  • ISBN: 9783733784546
  • E-Buch Text: 255 Seiten
  • Genre: Krimi




Die Schauspielerin Louise ist überzeugt: Mit der Künstler-WG hat sie das große Los gezogen. Doch Röper, Hauptmieter der Wohnung in dem heruntergekommenen Berliner Altbau, dämpft ihre Freude. Seltsam zwanghaft verhält sich der übergenaue Lehrer. Das Zusammenleben mit ihm wird für Louise täglich beklemmender - bis Röper eines Morgens ermordet im Vorgarten liegt…Kommissarin Isolde von Bärenstein ermittelt. Hauptverdächtige ist Louise, die spurlos verschwunden ist. Die Kommissarin spürt sie auf der Nordseeinsel Borkum auf - und findet in der Schauspielerin eine Persönlichkeit, die sie zunehmend in ihren Bann zieht. Trotzdem beschlagnahmt sie das Manuskript, das Louise in ihrer Auseinandersetzung mit dem Ermordeten geschrieben hat: "Monolog einer Verdächtigen" … einer Täterin? 


Ava Fuchs hat hier einen sehr kompakten, streckenweise auch humorvollen Kriminalroman erschaffen, der den Leser ein wenig an der Nase herum führt. Immer wenn man glaubt zu wissen was passiert ist, oder wer der Täter sein könnte, wendet sich das Blatt. Das eigentliche Opfer wird sehr schnell zu einem  unsympathischen Gesellen degradiert, der am Asperger Syndrom gelitten haben soll und obendrein noch pädophile Neigungen gehabt haben soll. Ein Kapitel später kann sich das Blatt aber schon wieder wenden und man hat  Mitleid mit ihm.  Die Autorin spielt geschickt mit dem Leser, so das  Sympathien und Antipathien schnell wechseln.

Das Buch lässt sich sehr flüssig und leicht lesen. Es ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Einmal der Haupthandlungsstrang, in dem die Kommissarin Isolde von Bärenstein und ihr Team die Ermittlungen nach dem Täter vorantreiben und dann der Monolog, in dem wir die ganze Sache aus der Sicht einer Verdächtigen, nämlich der Schauspielerin Louise kennen lernen, die mit Röper in einer WG gewohnt hat.

Hier kommt mein großer Knackpunkt den ich bei dem Buch hatte, denn ich bin mit den Protagonisten nicht wirklich warm geworden. Sie wurden zwar schön herausgearbeitet, aber ich konnte zu  keinem einen   wirklichen Bezug  aufbauen. Die Autorin hat mit Isolde von Bärenstein zwar eine außergewöhnlich  Kommissarin geschaffen, dennoch blieb sie mir fremd.


Ein guter Krimi, mit einer guten Story, der mich aber nicht  hundertprozentig überzeugen konnte. Das lag zum größten Teil daran, weil ich mit den Protagonisten nicht richtig warm geworden bin. Dennoch vergebe ich gute drei von fünf Leseratten.








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