Montag, 28. April 2014

Rezension zu "Zwölf Leben" von Ayana Mathis

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.05.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 01.05.2014
  • Verlag : DTV
  • ISBN: 9783423280280
  • Fester Einband: 368 Seiten
  • Als Ebook erhältlich
  • Genre:Roman


Als Hattie ihre erstgeborenen Zwillinge Philadelphia und Jubilee taufte, war das Ausdruck einer großen Hoffnung. Hatte der Norden, die »Wiege der Freiheit«, den Schwarzen, die aus dem Süden kamen, nicht Gleichheit und Wohlstand versprochen? Und schmeckte das Leben in dem kleinen Haus an der Wayne Street nicht nach Zukunft? Hattie wird noch viele weitere Kinder bekommen, aber kaum etwas von ihren Hoffnungen wird sich erfüllen. Schmerz über Versagen und Schicksalsschläge überschattet Hatties Dasein. Es ist ein Schmerz, der sich fortschreiben wird in die nächste Generation.Doch diese Saga um eine außergewöhnliche Frau und ihre zwölf Kinder, die als Geschichte der Great Migration beginnt und sich zum Tableau mit zwölf Einzelporträts über das ganze zwanzigste Jahrhundert weitet, ist trotz Scheitern und Enttäuschung ein vitales Epos – voller Lebenskraft und verhaltener Zärtlichkeit, voller Mut und Entschlossenheit im Kampf gegen Bitterkeit.


Eine Typische Familien-Saga, aber das sie Chronologisch geordnet ist, darf man nicht erwarten. Zwischen den einzelnen Kapiteln liegen Zeiträume von bis zu 20 Jahren. Auch wirken manche Geschichten ziemlich banal. Erst wenn alle Kapitel gelesen sind erfasst man einen Gesamteindruck dieses bemerkenswerten Buches, weil aber Zeitliche Zwischenräume nicht ausgefüllt werden, erfordert das Buch auch ein wenig durchhalte Vermögen. Dem Leser sollte klar sein, das in diesem Buch viele Dinge offen bleiben, weil manche Geschichten abrupt Enden.  Ich hatte so nach dem zweiten und Anfang des dritten Kapitels eine  Phase erreicht wo ich das Buch beenden wollte, erst später setzte so ein ah ha Effekt ein und ich war froh, dann doch durchgehalten zu haben.

Ayana Mathis hat dem Buch 12 Kapitel gegeben,  für jedes Kind eins, als Assoziation zu den 12 Stämmen Israels, denn genau wie für diese ( Die Stämme Israels) ist das erwachsen werden der Kinder eine Reise ins Leben. In jedem Kapitel erfahren wir ein wenig mehr davon.  Ayana Mathis bedient sich eines sehr blumigen Schreibstiels, der mir wirklich gut gefallen hat.und leicht und flüssig zu lesen war. Der Leser bekommt in Jedem Kapitel eine andere Sichtweise auf die Familie.

Jedes  Kapitel behandelt ein anderes Leben, andere Problem, Sorgen aber auch Freuden. So unterschiedlich diese auch sind so unterschiedlich sind die Protagonisten. Sie wurden von der Autorin sehr authentisch und sehr lebensecht dargestellt. Durch die kurzen Kapitel konnte man aber nie so richtig einen Bezug zu den Charakteren aufbauen.


Hat mir das Buch gefallen ?  Ganz ehrlich, eigentlich nicht so richtig, aber es lag an mir Ich bin ein Mensch der Geschichte nach dem Motto liest,  " schön der Reihe nach ". In dem Buch war mir dann doch zu viel durcheinander. Außerdem  gab es viele Lehrräume die ich nicht füllen konnte.
Trotzdem gebe ich dem Buch gute drei von fünf Leseratten, denn der Schreibstiel, die einfühlsamen Charakterbeschreibungen, dass schildern der Probleme, der Sorgen, dass alles war sehr schön  und nachklingend. Der Rest wie gesagt liegt an mir und wir Leser sind ja zum Glück wie die Geschmäcker, nicht alles gleich.















Kommentare:

  1. Liebe Petra,

    ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen, weil ich nach anderen Meinungen zu "Zwölf Leben" gesucht habe. In ein paar Punkten sind wir uns ja einig, bei mir hat das Buch jedoch volle Wolkenzahl erhalten. Vielleicht magst du mal meine Rezension dazu lesen? Würde mich über deinen Besuch freuen. http://little-miss-head-in-the-clouds.blogspot.de/2014/04/zwolf-leben-von-ayana-mathis.html

    Ich bin übrigens Leserin bei dir geworden - sehr schöner Blog! Schaue jetzt sicher öfter mal rein ;)

    Liebe Grüße und eine schöne Restwoche,

    Jacy

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    1. Zum Glück sind unsere Geschmäcker ja alle verschieden. Danke das du Leserin meines Blogs geworden bist...werde gleich mal bei dir stöbern gehen ;) LG Petra

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  2. Es ist schon richtig, dass das Buch Leerräume aufweist. Ich habe es als ein Puzzle bezeichnet, in dem zum Schluss einige Teile fehlen. Aber darauf kam es der Autorin wohl gar nicht an. Wichtiger ist die Stimmung, die zumindest mich angesprochen hat.

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