Donnerstag, 3. April 2014

Rezension zu " Und im Wienerwald stehen noch immer die Bäume" von Elisabeth Asbrink


  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.03.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 01.03.2014
  • Verlag : Arche
  • ISBN: 9783716027103
  • Fester Einband: 320 Seiten
  • Sprache: Deutsch 
  • Genre: Biografie




 Der erschütternde Dokumentarroman über das Schicksal einer jüdischen Familie aus Wien und eine ungewöhnliche Freundschaft in Schweden während der Nazi-Zeit. Otto Ullmann aus Wien, der 1939 mit 13 Jahren als eines von 100 jüdischen Kindern nach Schweden einreist; Ingvar Kamprad, der Sohn eines schwedischen Großgrundbesitzers, der sich früh den Nationalsozialisten anschließt und 1943, mit 17 Jahren, die Möbelfirma IKEA gründet. Über ein Jahrzehnt hinweg sind die beiden befreundet, und Otto, der seine Familie in Auschwitz verlor, ist nach dem Krieg einer der ersten Mitarbeiter des späteren Weltkonzerns. Was verband diese beiden so unterschiedlichen Menschen? Elisabeth Åsbrink erzählt aber noch mehr: Anhand von 500 im Nachlass von Otto Ullmann gefundenen Briefen, die seine Eltern ihm zwischen 1939 und 1944 fast täglich schrieben, entfaltet sie das Schicksal dieser jüdischen Familie und offenbart ein »Epizentrum des Kummers«. Eine weitere, einzigartige Geschichte aus dunkler Zeit, die dem Vergessen entgegenwirkt.


Nach diesem Roman, fällt es mir sehr schwer eine Rezension zu schreiben. Zum einen hat die Thematik mich sehr berührt, zum anderen fand ich  es  Streckenweise zu langatmig und der Schreibstil war auch nicht so meins. 
Die Autorin erzählt das Leben und das tragische Schicksal  der jüdischen Familie Ullmann, in den Wirren des zweiten Weltkrieges. Otto bekommt noch rechtzeitig die Möglichkeit nach Schweden auszureisen, bevor es in Wien unerträglich wird. Hier wird, anhand von Original Briefen, der Schriftverkehr der Familie gezeigt. Wir erfahren, wie das Leben der Juden zur damaligen Zeit, von Tag zu Tag unerträglicher wurde.Wie man ihnen immer mehr Menschenrechte abgesprochen hat und sie zum Schluss, schlimmer behandelt wurden als Tiere. So erfahren wir, wie Otto mit gerade mal 13 Jahren, fernab seiner Familie dies alles ertragen musste. Gleichzeitig war er selber auf der Suche nach Anerkennung und einem Weg in eine  neue Zukunft.
Die Briefe waren teilweise ergreifend und haben mich berührt. Nach einiger Zeit wurde es aber meiner Meinung nach zu eintönig und die Briefe waren dann zu oberflächlich. Dadurch fand ich es mit der Zeit etwas langweilig.
Die Gräueltaten,  die den Juden widerfahren sind, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Ich denke mal wir wissen nur allzu gut, was mit ihnen geschehen ist. Dennoch hat es mich wieder aufs neue erschüttert und betroffen gemacht und erweckt in einem Schuldgefühle.Schön fand ich am Ende die Interviews mit den noch lebenden  Verwandten und Freunden von Otto. Es ist kaum zu glauben, das außer den Briefen von Ottos Familie nicht zurück  blieb. Dennoch hat es Otto geschafft, sich in der Fremde ein neues Leben aufzubauen.


Dieses Buch hat mich auf einer Seite berührt, auf der anderen Seite konnte ich mit dem Schreibstil nicht wirklich warm werden konnte.  Deswegen vergebe ich hier sehr gute  drei von fünf Leseratten. Wenn ihr gerne Biografien lest, macht euch doch einfach selber ein Bild.






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